Der angekündigte Ausbau soll De-Cix fit für die wachsende Informationsflut im Internet machen. Erst kürzlich warnte der US-Marktforscher Nemertes vor Staus auf den Datenautobahnen. Wenn die Netzbetreiber nicht in zusätzliche Kapazitäten investierten, gebe es ab 2010 die ersten Engpässe, so die Amerikaner.
Ein Grund für das steigende Datenaufkommen ist die wachsende Zahl von schnellen Datenanschlüssen. „Immer mehr Haushalte wechseln zu DSL- oder Kabelanschlüssen mit Übertragungsgeschwindigkeiten von zwei Megabit pro Sekunde und mehr“, sagt Manfred Breul, Telekom-Experte des Branchenverbands Bitkom.
Eine weitere Herausforderung entsteht für die Netzbetreiber durch veränderte Nutzungsgewohnheiten. Neben der Informationssuche oder dem Versand von E-Mails – bei dem das Transportvolumen nur wenige Kilobit beträgt – tauschen die Surfer Videos und Musik aus, speichern Daten im Netz oder nutzen Software, die immer mehr Anbieter auf Online-Plattformen bereit stellen. Breul hält das Wachstum des Internetverkehrs aber für beherrschbar: Die Netzbetreiber hätten das Problem erkannt, sagt der Experte.
Auch De-Cix-Manager Orlowski sieht kaum Gefahr: Das Unternehmen müsse halt regelmäßig alle paar Monate die Kapazität aufstocken und zusätzliche Verteilstationen – sogenannte Switches – installieren. „Zurzeit investieren wir zusätzlich Millionen, um das System flexibler und ausfallsicherer zu machen. “Im Mittelpunkt steht dabei die Umstellung auf eine sternförmige Anordnung von sechs äußeren Übergabestellen zum Kunden, sogenannten Access Switches.
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