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07.01.2009 
Fachmesse eröffnet

Unspektakulärer Macworld-Abschied

Weder ein neues iPhone noch ein neuer Mac Mini: Apple hat sich ohne spektakuläre Produktvorstellungen von der Macworld Expo verabschiedet. In Abwesenheit von Konzern-Chef Steve Jobs kündigte Marketingchef Phil Schiller am Dienstag den Verkauf von Musik ohne Kopierschutz im Online-Shop iTunes sowie eine neue Variante des Profi-Notebooks MacBook Pro an.

Apple-CEO Steve Jobs wurde aus der Macworld offensichtlich schmerzlich vermisst. Foto: APLupe

Apple-CEO Steve Jobs wurde aus der Macworld offensichtlich schmerzlich vermisst. Foto: AP

HB SAN FRANCISCO. Zudem ist ein neuer internetbasierter Dienst geplant, mit dem Nutzer Dokumente online ablegen und gemeinsam bearbeiten können. Der Computer-Hersteller bleibt der Messe in San Francisco künftig fern. Konzernchef Steve Jobs zeigte sich beim letzten Auftritt wie zuvor angekündigt nicht.

Viele Brachenkenner hatten sich von der Messe, auf Apple in der Vergangenheit Neuheiten wie das iPhone vorstellte, mehr erwartet. „Es gab einige innovative Produkte, aber keine Kassenschlager“, sagte Händler Robert Francello. „Viele Börsianer waren optimistisch und ziehen jetzt ihr Geld ab“. Die Apple-Aktie gab rund 1,5 Prozent nach.

Apple richtete die Macworld, zu der iPod- und Mac-Fans aus aller Welt nach San Francisco gereist waren, zum letzten Mal aus. Besonders die Eröffnungsreden von Jobs, der wie kaum ein Konzernlenker für den Erfolg seiner Firma steht, genossen Kultstatus. Dieses Jahr fehlte Jobs, auch wenn viele bis zuletzt gehofft hatte, dass der Chef entgegen aller Ankündigungen auftreten werde. Spekulationen um eine schwere Erkrankung des ehemaligen Krebspatienten hatten dem Unternehmen wiederholt zugesetzt. Am Montag erklärte Jobs jedoch, sein Amt auch nach Gewichtsverlusten infolge einer Hormonstörung weiterzuführen.

Neuheiten von den IT-Messen Macworld und CES

Apple verkauft in seinem Online-Shop iTunes künftig Musik ohne Kopierschutz. Ab sofort seien rund acht Mio. Songs ohne Beschränkungen durch Digital Rights Management (DRM) verfügbar, sagte Schiller. Künstler aller großen Musikverlage seien an Bord. Zudem können die Plattenfirmen künftig unterschiedliche Preise verlangen. Bislang kosteten alle Songs einen Dollar - die Industrie hatte auf ein differenziertes Modell gedrängt.

Schiller kündigte eine neue Version des Profi-Notebooks MacBook Pro an. Das mit 17 Zoll größte Gerät des Herstellers sei leichter und flacher als je zuvor. Der Akku habe eine Lebensdauer von bis zu fünf Jahren und sei damit leistungsfähiger als alle Vorgänger.

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