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12.04.2007 
Virtuelle Welt

WDR zeigt TV-Sendung in Second Life

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) zeigt nach eigenen Angaben als erster deutscher Fernsehsender eine Sendung in der virtuellen Welt Second Life.

Szene aus einem Seminar über das Web 2.0 in Second Life. Foto: apLupe

Szene aus einem Seminar über das Web 2.0 in Second Life. Foto: ap

HB KÖLN. Die Comedy-Reportage „echt Böhmermann“, die an diesem Freitag im WDR-Fernsehen startet, soll mit der zweiten Sendung einen Tag vor der Ausstrahlung im Fernsehen als Preview in Second Life zu sehen sein. „Das ist ein Pilotversuch, und wir sind gespannt, wie er angenommen wird“, sagte der Leiter der WDR-Projektredaktion, Sebastian Remmel, am Donnerstag in Köln. Die künstliche Welt im Internet hat bereits 5,5 Mill. registrierte Nutzer.

Die kommerzielle Nutzung von Second Life steht nach Einschätzung des Internet-Experten Jörg Bienert jedoch noch ganz am Anfang. „Es werden gerade die ersten Erfahrungen gemacht“, sagte Bienert in einem Vortrag in der virtuellen Parallelwelt. „Was wir jetzt im Second Life sehen, erinnert mich sehr an das, was im Web vor 15 Jahren geschehen ist.“ Die Unternehmen seien noch dabei, die Formen zu entwickeln, um sich in dieser neuen Welt zu präsentieren.

Auch für die Aus- und Weiterbildung sei die Online-Plattform sehr interessant, wie erste Erfahrungen von Universitäten zeigten, erklärte Bienert, der als Avatar namens Simon Birks auftrat. Mehr als 20 Interessenten folgten der Einladung des Kongressveranstalters IIR Technology zum Seminar im Second Life als Ergänzung zum Programm eines Kongresses über das Web 2.0 in Mainz. Das größte Problem des Vortrags sei die Verzögerung bei der Übertragung des Audio-Streams von etwa fünf Sekunden gewesen, sagte Bienert im anschließenden Chat mit den Teilnehmern.

Die meisten Avatare setzten sich zu der Veranstaltung brav in die Bankreihen des gläsernen Gebäudes. Nur einer flog kurz durch den Raum und setzte sich auf die Präsentationswand. Voraussetzung für die Teilnahme war eine vorherige Anmeldung und der Beitritt zu einer geschlossenen Nutzergruppe. Im Anschluss gab es Smalltalk und Kölsch. „An den virtuellen belegten Brötchen arbeiten wir noch“, sagte Bienert.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Eigene Namen nur für hohe Gebühren

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