7 Bewertungen *****
26.11.2007 

Um die eigene Platzierung bei Google zu verbessern ist also vor allem eines nötig: Möglichst viele Links von möglichst relevanten Seiten, die auf das Angebot verweisen. Oft gar nicht schlecht werden beispielsweise öffentliche Webforen von Google bewertet. Sie werden häufig von zahlreichen privaten Websites verlinkt, die sich mit demselben Thema wie das entsprechende Forum beschäftigen. Gerade bekannte öffentliche Foren sind daher leider immer häufiger im Visier von Spammern, die sich nur anmelden, um Links zu den Web-Auftritten zu hinterlassen, deren Pagerank verbessert werden soll.

Die Administratoren solcher Foren haben sich darauf längst eingestellt und löschen entsprechende Links binnen kürzester Zeit. Außer einer Menge Arbeit und Ärger für Foren-Admins, die ihre Zeit ehrenamtlich zur Verfügung stellen, bringt diese Methode also nichts – außer einen schlechten Ruf in der Community.

Die beste und ethisch einwandfreie Methode auf Webforen, privaten Websites und anderswo verlinkt zu werden, ist das Anbieten von kostenlosen Inhalten, die wirklich interessant sind. Das können je nach Branche völlig unterschiedliche Dinge sein. In jedem Fall lohnt es sich aber das eigene Know-How zumindest teilweise kostenlos im Web anzubieten, um die Website bekannter zu machen und damit auch eine bessere Verlinkung zu erreichen. Eine Agentur für Marketing könnte beispielsweise Marketing-Tipps oder eine Einführung zum Thema anbieten, ein Rechtsanwalt Fachartikel zu Rechtsthemen anbieten usw. Wichtig dabei ist, dass die nützlichen Informationen für andere im Vordergrund stehen, nicht die Werbung für das eigene Unternehmen. Nur so erzielt die Maßnahme den gewünschten Effekt der möglichst häufigen Verlinkung im Internet.

Danach geht es dann darum, die frisch erstellten Inhalte im Netz bekannt zu machen. Überwiegt tatsächlich der Informations- und nicht der Werbeinhalt, ist es durchaus legitim beispielsweise den Link in themenrelevanten Webforen und dem » Usenet zu publizieren, so lange man es damit nicht übertreibt. Dabei sollte in dem Forenbeitrag auch kurz darauf eingegangen werden, um was es sich handelt und welchen Nutzen den Leser erwartet. Werbliche Sprache und Hinweise auf die kommerziellen Angebote des Unternehmens sollten in jedem Fall unterbleiben – solche Beiträge würden ohnehin bald gelöscht. Weiterhin bieten sich Linkportale an, auf denen die Links zur Bewertung durch andere Nutzer eingestellt werden können: Im englischsprachigen Raum herrscht hier der Platzhirsch » Digg.com vor, im deutschsprachigen Raum gibt es beispielsweise » www.yigg.de.

Für den eigentliche Webauftritt empfiehlt sich außerdem ein Antrag auf Aufnahme in das offene Webverzeichnis » Open Directory Project. Dabei sind auf die passende Kategorie und die Aufnahmekriterien zu achten. Auch die Eintragung in Online-Lesezeichen-Dienste wie » del.icio.us (englischsprachig) und » Mister Wong (deutschsprachig) bietet sich an. Weiterhin ist der Eintrag in kostenlose branchenspezifische Verzeichnisse zu empfehlen. Ob es diese in Ihrem Fall gibt, verrät Ihnen eine Suchmaschine.

Vermieden werden sollten hingegen zu viele Links auf Ihrer Website, insbesondere auf fremde Seiten. Google selbst » empfiehlt sie auf „ein vernünftiges Maß“ zu beschränken und gibt als Richtwert weniger als 100 an. Linksammlungen können beispielsweise auch auf mehreren Seiten untergebracht werden. Eine Möglichkeit, diese Beschränkung zu unterlaufen, ist das Setzen von so genannten » Nofollow-Attributen. Sie kennzeichnen Links als nicht Pagerank-relevant. Ein so ausgezeichneter Hyperlink wird von Google bei der Berechnung des Pageranks einfach ignoriert. Um sich der Übermacht an SEO-Spammern zu erwahren, werden in der englischsprachigen Wikipedia seit einiger Zeit sämtlichen ausgehenden Links auf diese Weise gekennzeichnet. Wie viele Links sich auf einer Seite befinden, lässt sich mit kostenlosen SEO-Analyse-Tools wie auf » www.seoworkers.com überprüfen.

Lesen Sie weiter auf Seite 4: Mit den richtigen Suchworten gefunden werden

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterHandelsblatt Quiz

Wissenstest: Haben Sie einen Nobelpreis verdient?

Los geht's!In Stockholm und Oslo werden in dieser Woche die Nobelpreise vergeben. Aber wie sieht es eigentlich mit Ihrem Wissen rund um die wichtigsten Preise d...