Hintergrund

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Studie: Jedes vierte Unternehmen Opfer von Cyber-Angriffen

Jedes vierte Unternehmen ist in den vergangenen zwei Jahren Opfer von Cyber-Angriffen geworden, so eine aktuelle Studie. Jährlich entsteht so ein Schaden von mehr als 40 Milliarden Euro.

Cyber-Kriminelle verursachen Jahr für Jahr Schäden in Milliardenhöhe. Quelle: SAP/dpa
Cyber-Kriminelle verursachen Jahr für Jahr Schäden in Milliardenhöhe. Quelle: SAP/dpa

DüsseldorfIn welchem Land will mein Konkurrent investieren, wie kalkuliert er seine Preise oder mit welchem Modell kommt er an den Markt? Das sind brennende Fragen von Unternehmen, die über ihren eigenen Erfolg mitentscheiden. Für Antworten greifen einige von ihnen auch zu kriminellen Methoden.

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Zwar ist Wirtschaftsspionage kein neues Phänomen, doch mit dem Internet hat sie andere Dimensionen erreicht. „E-Crime ist das Mittel der Wahl zur Konkurrentenausspähung geworden“, erklärte der bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zuständige Bereichsleiter Alexander Geschonneck am Mittwoch in Düsseldorf bei der Vorstellung einer Studie zum diesem Thema.

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Jährlich entstehe den deutschen Unternehmen ein Schaden von 43 Milliarden Euro durch das sogenannte Cyber- oder E-Crime. Jedes vierte Unternehmen sei in den vergangenen zwei Jahren Opfer geworden, bei den Finanzdienstleistern sogar jedes zweite. Nur etwa die Hälfte der Fälle würden aufgeklärt, so Geschonneck. Denn neue Technologien und die zunehmende Globalisierung machen es Kriminellen leichter, an Daten zu kommen oder Systeme zu manipulieren, ohne dabei entdeckt zu werden.

Cyberkriminalität

Die professionell organisierten Täter arbeiteten Hand in Hand, meist über mehrere Länder verstreut. 85 Prozent der 500 befragten Unternehmen gaben an, dass die Angriffe immer komplexer würden. Täter sind damit schwerer zu identifizieren. 74 Prozent der Firmen sagten, dass die Angriffe gezielt auf bestimmte Bereiche oder Daten ausgerichtet waren und 73 Prozent, dass vor allem aus China heraus gehackt wird, gefolgt von Russland und dem restlichen Osteuropa.