KölnIm Frühjahr 2010 hat die Regierung Frequenzen für den schnellen Mobilfunkstandard Long Term Evolution (LTE) versteigert. Die Käufer sind verpflichtet, Sendemasten für das neue Mobilfunknetz zuerst an Orten aufzubauen, die bisher keinen Breitbandanschluss haben. Als Mindeststandard gilt eine Übertragungsrate von einem Megabit pro Sekunde.
Bisher sind damit 98,5 Prozent der Haushalte versorgt. "Ich gehe davon aus, dass dank LTE alle weißen Flecken 2011 abgedeckt werden", sagt Bernd Sörries, Geschäftsführer der Forschungsstelle Mobiles Breitband an der Uni Münster. In 200.000 Haushalte haben die Mobilfunkanbieter laut Branchenverband Bitkom bereits LTE gebracht und dafür vergangenes Jahr 1.500 Basisstationen gebaut oder auf die neue Technik umgerüstet.
Schnelles Surfen über LTE-Sticks
Die Mobilfunkbetreiber werden in den kommenden Jahren laut Bitkom acht bis zehn Milliarden Euro allein in den LTE-Ausbau investieren: für den Erwerb der Funkfrequenzen, den Einkauf der Technik und den Einbau an den entsprechenden Standorten. Es gibt zwar noch keine Mobiltelefone zu kaufen, die den neuen Standard nutzen. Doch USB-Sticks ermöglichen, über LTE am Rechner zu surfen.
Doch längst nicht jede Gemeinde feiert die neue Technologie. Viele Kommunalpolitiker hätten Angst, dass ihnen der Glasfaseranschluss verwehrt bleibe, wenn sie erst über Mobilfunk mit Breitband versorgt sind, sagt Tim Brauckmüller, Leiter des Breitbandbüros des Bundes.
Wie wärs mit ein paar 1-Euro-Jobs zum Graben von Glasfaserkanälen mit Hacke und Spaten? Dauert länger als mit einem Bagger, ist aber vermutlich billiger, die Leute sind beschäftigt und machen was sinnvolles.
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