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2.800.000.000.000.000.000.000 Daten: Kaum jemand blickt durch im Datenwust

23 Prozent der weltweit gesammelten Daten könnten nutzbar gemacht werden. Derzeit sind nur drei Prozent dieser Daten verschlagwortet und noch weniger werden analysiert. Eine Herausforderung für die Zukunft.

Die Anzahl der digitalen Spuren, die wir im World Wide Web hinterlassen, steigen in Zeiten von ständiger Internetnutzung rasant an. Quelle: dapd
Die Anzahl der digitalen Spuren, die wir im World Wide Web hinterlassen, steigen in Zeiten von ständiger Internetnutzung rasant an. Quelle: dapd

DüsseldorfDie Buchbestellung bei Amazon, Facebook-Profile oder einfach der Eintrag beim Einwohnermeldeamt – noch nie wurden so viele Daten erhoben wie heute. Diese Daten sind vor allem für Unternehmen bares Geld wert, da sie so ihre Kunden besser kennen und passgenaue Werbung anbieten können. Aber auch Politiker können mit diesen Daten ihre Wähler genau analysieren. Dabei wird nur ein halbes Prozent der weltweiten Datenbestände derzeit analysiert und dadurch nutzbar gemacht. Das hat eine aktuelle Studie der IDC ergeben, ein Anbieter von Marktinformationen der Informationstechnologie und Telekommunikation.

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Die Ursache für das starke Datenwachstum ist auf den weltweiten Siegeszug der PCs und Smartphones, eine stark wachsende Internetnutzung in den Schwellenländern und die zunehmende Verbreitung vernetzter Geräte wie Überwachungskameras und intelligente Stromzähler. Der technische Fortschritt hat dazu geführt, dass sich das sogenannte digitale Universum in den letzten zwei Jahren auf 2,8 Zettabyte verdoppelt hat. Laut IDC-Studie soll das Volumen in den kommenden acht Jahren auf 40 Zettabyte anwachsen. Ein Zettabyte sind 1.000.000.000.000.000.000.000 – eine Zahl mit 21 Nullen. 40 Zettabyte entsprechen angeblich 57 Mal der Menge der Sandkörner auf der Erde. Rechnet man diese Zahl um, würde 2020 jeder Mensch im Schnitt jährlich 5.247 Gigabyte zu dieser digitalen Menge beitragen.

Wachstum des digitalen Universums

„Wir waren wirklich erstaunt, als wir die neue Prognose in der Hand hielten. Das digitale Universum wächst schneller als wir es erwartet hatten“, sagt Wafa Moussavi-Amin, Analyst und Geschäftsführer der IDC Central Europe. „Wir schätzen, dass sich die Datenmengen, die innerhalb eines Jahres erstellt, vervielfältigt und konsumiert werden, bis 2020 alle zwei Jahre verdoppeln.“

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Die Studie ergab auch, dass schon in wenigen Jahren die meisten Daten aus den Schwellenländern kommen werden. Sie werden danach in acht Jahren bereits einen Anteil von 62 Prozent ausmachen. Des Weiteren wird der Großteil des digitalen Universums durch Maschinen erzeugt werden. Ihr Anteil steigt laut Studie von elf Prozent im Jahr 2005 auf über 40 Prozent in 2020.

Dabei wird ein Großteil der gesammelten Daten gar nicht nutzbar gemacht, sondern geht einfach verloren. Grund dafür sei, dass die meisten neuen Daten lediglich als Datenschnipsel vorliegen, die unstrukturiert und ohne jegliche Schlagworte gespeichert werden. Es wird eine Kluft entstehen zwischen Daten, die nützlich sein könnten und Daten, die tatsächlich ausgewertet werden.

  • 25.12.2012, 16:13 Uhrnorbert

    Wir werden in Daten ersaufen. Aber das ist den Fortschrittsfanatikern nicht nahezubringen.

  • 25.12.2012, 14:24 Uhrmaximilian@baehring.at

    Wenn etwas verschlagwortet ist, dann kann man auch eine Information in einer anderen Sprache finden. Denn einen Schlagwortkatalog kann man schneller übersetzen als ein ganzes Fachuch.

    Die Herausforderungen des Internets der nächsten 10 jahre werden sein: Sprache/Übersetzung! Und natürlich C.A.M (Computer aided manufacturing) also netzegesteuerte Fertigungsmaschinen. Das ermöglicht die Renaissance von Handwerksbetrieben aus zentralisierten indsutriellen Prozessen heraus.


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