
Las VegasBislang hat sich Intel erfolglos bemüht, mit seinen Prozessoren im Smartphonebereich Fuß zu fassen. Das soll sich mit der kommenden Atom-Generation Z2460, Codename Medfield, ändern. Damit das auch wirklich klappt, hat der Chiphersteller nun eine mehrjährige strategische Partnerschaft mit dem vermutlich künftig zu Google gehörenden Smartphonehersteller Motorola vereinbart. Gemeinsam wollen die beiden Smartphones und Tablets auf Basis von Intels Atom-Prozessoren entwickeln.
Der Atom Z2460 alias Medfield wurde speziell für Smartphones sowie Tablets entwickelt und dazu auf geringe Leistungsaufnahme getrimmt. Das SoC (System-on-a-Chip) unterstützt Hyperthreading und in Kombination mit dem Intel XMM 6260 auch HSPA+.
In der künftigen Google-Tochter Motorola gewinnt Intel einen mächtigen Verbündeten, setzt Google bei Android doch bislang praktisch ausschließlich auf ARM-Prozessoren. Das dürfte sich ändern, denn für eine Portierung des Betriebssystems auf seine Prozessoren hat Intel bereits gesorgt.
Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf Hardware, Software und Dienste, denn letztendlich sollen komplette Lösungen ausgeliefert werden. Intel betont, die Geräte sollen lange Akkulaufzeiten aufweisen, bislang das größte Problem, haben die Atom-Prozessoren im Vergleich zur ARM-Konkurrenz doch eine zu hohe Leistungsaufnahme. Dennoch sollen die Geräte auch eine vergleichsweise hohe Rechenleistung, Videofunktionen und nahtlose drahtlose Verbindungen bieten.
Intel zeigt auf der CES einen Smartphone-Prototyp auf Basis seiner Medfield-Plattform in Aktion. Bereits im zweiten Halbjahr 2012 soll Motorola sein erstes Intel-Smartphone auf den Markt bringen.