Berlin"Aufgrund unverhältnismäßig hoher Betriebskosten stellt Grooveshark den Zugriff aus Deutschland ein", ist seit heute unter grooveshark.com zu lesen, wenn die Seite aus Deutschland aufgerufen wird. Seinen deutschen Nutzern bietet Grooveshark die Möglichkeit, ihre Musik zu exportieren und empfiehlt den Wechsel zum deutschen Konkurrenten Simfy. Weiter heißt es: "Wir hoffen, eines Tages zurückzukommen. Wenn Sie die Betriebskosten für Anbieter wie Grooveshark herabsetzen wollen, können Sie eine höfliche Nachricht an die Gema schicken."
Was dann folgt und wirkt wie die Adresse des deutschen Grooveshark-Büros, ist die Berliner Anschrift der Gema.
Grooveshark unterscheidet sich von anderen Musik-Streaming-Anbietern, was dem Unternehmen Ärger mit diversen Plattenfirmen eingebracht hat. Die bei Grooveshark verfügbare Musik wird von Nutzern hochgeladen und kann auch von anderen Nutzern verwendet werden. Lizenzverträge mit Plattenfirmen unterhält Grooveshark nicht. Dennoch halten die Betreiber ihre Plattform für legal, da sie sich als Technologieanbieter an die US-Gesetze, insbesondere den Digital Millenium Copyright Act (DMCA), halte. Grooveshark sperrt Musik, wenn Plattformen das Unternehmen auf einen Rechteverstoß aufmerksam machen.
Der Dienst steht allen Nutzern in einer Basisversion kostenlos zur Verfügung, lediglich für eine werbefreie Version oder für die Nutzung auf mobilen Endgeräten erhebt Grooveshark eine monatliche Gebühr.
Die Gema hat Ende 2012 einen Tarif für werbefinanzierte Musik-Streaming-Dienste vorgelegt. Sie verlangt dabei 10,25 Prozent der erzielten Einnahmen. Allerdings fallen Mindestabgaben an, bei Diensten mit hoher Interaktivität, wozu Grooveshark wohl zählen dürfte, sind dies 0,6 Cent pro Stream. Dies ist nicht nur Grooveshark zu teuer.
Die Gema weist die Vorwürfe von Grooveshark in einer Stellungnahme zurück. Grooveshark habe seinen Dienst in Deutschland "nicht wegen unverhältnismäßig hoher Betriebskosten eingestellt. Vielmehr weigert sich Grooveshark grundsätzlich, den von ihm betriebenen Dienst überhaupt in irgendeiner Form zu vergüten", erlärte die Gema. Grooveshark habe mit der Gema bislang in keiner Form Kontakt aufgenommen.
Die GEMA gehört abgeschafft. Diese Minidiktatur ist ja nicht mehr auszuhalten!
Das Traurige an der GEMA ist die Verhinderermentalität und das Abschöpfen jeder nur erdenklichen Klangquelle zugunsten ihrer reichsten Klientel. Als kleiner Komponist bekomme ich von der ganzen Geräte-Pauschalabzieherei keinen Cent. Genauso wie sie mit ihrer Abgabenpolitik dazu beigetragen hat, dass Deutschlands Kleinkunst- und Kneipenkonzertszene erheblich geschrumpft ist. Meldepflichten und hohe Abgaben für Auftritte von Livebands verleiden es den Wirten und Veranstaltern Musiker zu engagieren. Vor 30 Jahren konnte man noch beinahe jedes Wochenende einen bezahlten Gig in einer Kneipe kriegen. Heute so gut wie unmöglich! Von mir aus kann die ganze Mischpoke, die sich dort angeblich zum Wohle der urheber bereichert, zur Hölle fahren!
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