
BerlinDie Telekom will ab 2016 den Internetzugang ihrer Flatrate-Kunden drosseln, wenn das genutzte Datenvolumen eine bestimmte Grenze überschreitet. Nutzer, die mehr als das Inklusiv-Volumen der "Flatrate" nutzen wollen, sollen extra zahlen. Auch Anbieter wie Youtube sollen zahlen, um sicherzustellen, dass ihre Daten ungedrosselt beim Kunden landen. Dagegen ist Telekom Entertain, das IPTV-Angebot der Telekom, von der Drosselung ausgenommen.
Die Telekom argumentierte bisher, dass wenige Nutzer mit extrem hohem Datentraffic, der dank zunehmenden Bewegtbildkonsums dramatisch ansteigt, für die Pläne zur Drosselung der DSL-Zugänge verantwortlich seien. Telekom-Sprecher Philipp Blank sagte in einem Interview: "Auch ein Restaurantbesitzer wird sein 'All you can eat'-Angebot überdenken müssen, wenn einige Kunden daraus 'You can eat it all' machen. Fakt bei uns ist: Drei Prozent der Kunden verursachen mehr als 30 Prozent des Datenvolumens. Das bedeutet für die Kunden: Lieschen Müller subventioniert bisher den Heavy User."
Deutsche Telekom - 37,05 Milliarden Euro
Telstra (Australien) - 42,84 Milliarden Euro
NTT (Japan) - 43,13 Milliarden Euro
Telefonica (Spanien) - 46,31 Milliarden Euro
NTT Docomo (Japan) - 47,99 Milliarden Euro
America Movil (Mexiko) - 66,96 Milliarden Euro
Verizon (USA) - 93,38 Milliarden Euro
Vodafone (Großbritannien) - 94,26 Milliarden Euro
AT & T (USA) - 145,27 Milliarden Euro
China Mobile - 177,02 Milliarden Euro
Ranking nach Marktkapitalisierung (Dezember 2012) - Quelle: Bloomberg
Aber ist der Datenverkehr im Internet wirklich so teuer, dass Nutzer, die viel Traffic verursachen, gedrosselt werden müssen, um die Preise niedrig zu halten?
Wie viel kostet Traffic?
Die Kosten für den Traffic sind abhängig von der verfügbaren Kapazität und der Menge des Traffics. Solange die Kapazität ausreicht, fallen die Kosten für jedes übertragene Gigabyte bei wachsender Datenmenge. Es sind vor allem Fixkosten für Leitungen und Netzwerk-Equipment, die den Preis bestimmen. Wird es aber im Netz knapp, steigen die Kosten sprunghaft an, da neue Leitungskapazitäten erschlossen werden müssen und neues Equipment besorgt werden muss.
Finanziert wird dies über eine Mischkalkulation: Endkunden bezahlen für ihren Anschluss, Anbieter kaufen Traffic bei Providern ein, die ihre Netze mit anderen Providern zusammenschalten. Und je nach Anbieter zahlt ein Provider für den Traffic, oder zwei Anbieter vereinbaren ein kostenloses Peering. Dabei kann sich die Qualität des Traffics zwischen den Anbietern deutlich unterscheiden: Je engmaschiger und breitbandiger das jeweils genutzte Netz ist, desto schneller lassen sich Daten zwischen zwei Rechnern übertragen. Von schlechter Traffic-Qualität spricht man, wenn die Daten einen unnötig großen Umweg machen, was die Latenzen erhöht.

....aufgebauscht? Lesen Sie sich den Artikel 2-3 Mal durch.
So sollten Sie Ihn sachlich verstehen und die beschriebenen Auswirkungen .
Es geht eben nicht um die Traffickosten.
Auch nicht um den Leitungsausbau.
Der Telekom geht es darum Geld von den Inhaltenanbietern zu bekommen.
Dieser Fakt ist doch nicht zu leugnen und wird mittlerweile von der Telekom auch so
vertreten.
Das Problem ist nur, die Telekom wäre Leitungsmonopolist und Inhalteanbieter.
Und nun überlegen Sie sich die Folgen. Für den Markt und die Wettbewerber.
Es werden massive Markteintrittbarrierern aufgebaut.
Hinzu kommen Handelsprobleme auf internationaler Ebene.
Beispiel:
Apple zahlt an die Telekom damit die Betriebssystemupdates bevorzugt durchkommen,
vor denen von Microsoft oder Ubuntu?
Die geplante digitale Verwaltung, was ist mit den ganzen Diensten die ich in Zukunft als Bürger und Unternehmer nutzen muss (Elster plus,plus....)
Werden solche Dienste eingerechnet, bevorzugt oder....?
Und wie soll ein Startup seine Services aufbauen wenn es mit der Telekom vorab Verträge zur Priorisierung machen muss?

Wie viel Traffic ist für einen regular User gewöhnlich, 50, 100 oder 150gb/Monat?
Ich weiß nicht wie viel durch meine Leitung kommt und geht. Welchen Bewertungsmaßstab will die Telekom da ansetzen?
Natürlich ist es nur gerecht wenn Power User, welche ihre x Terabite Festplatten vollballern (denn Speicherplatz ist wirklich sehr günstig) für ihr Surfverhalten mehr bezahlen sollen. Aber die Frage ist doch, ob der regular User in Zukunft günstigere Tarife bekomme soll oder doch jeder 2. als power User deklariert wird?

@Brasil
Was würden Sie sagen, wenn Youtube von Ihnen für jeden abgerufenen Beitrag 4 Cent nehmen würde. Da ja deren Traffic Kosten sich vervielfacht hätten.
Oder sie sehen sich einen interesanten Beitrag von Wissensmanufaktur über 90Minuten für 50Cent an.
Schönen Tag noch.
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