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Flut in Thailand: Preise für Festplatten steigen rasant

Die Flutkatastrophe in Thailand treibt die Preise für Festplatten in die Höhe. Bei deutschen Versendern sind 2-TByte-Laufwerke kaum noch unter 100 Euro zu bekommen. Eine Entspannung ist für die nächsten Monate nicht zu erwarten.

Soldaten vor einer überfluteten Fabrik von Western Digital in Thailand. Die Festplattenpreise ziehen kräftig an. Quelle: Reuters
Soldaten vor einer überfluteten Fabrik von Western Digital in Thailand. Die Festplattenpreise ziehen kräftig an. Quelle: Reuters

BerlinBereits Mitte Oktober 2011 warnte Western Digital vor steigenden Preisen für seine Festplatten, und nun wirkt sich die Beschädigung der thailändischen Festplattenfabriken auch im deutschen Handel aus. So ist beispielsweise das Modell WD20EARX mit 2 TByte kaum noch unter 100 Euro zu bekommen. Anfang September kostete diese Festplatte noch rund 66 Euro.

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Doch nicht nur die bisher wegen ihres guten Verhältnisses von Kapazität zu Preis beliebten 2-TByte-Laufwerke sind davon betroffen: Alle 3,5-Zoll-Festplatten mit gefragten Größen von 1 bis 3 TByte sind derzeit so knapp, dass die Preise bei Versendern und Einzelhändlern steigen. So liegen auch 1-TByte-Platten, vor kurzem noch unter 50 Euro erhältlich, nun bei rund 80 Euro. Das gilt für alle Hersteller und alle Modelle, obwohl nur Western Digitals Fabriken besonders stark betroffen sind.

WD sagte Golem.de, dass im laufenden Quartal zwischen 22 und 26 Millionen Laufwerke hergestellt werden sollen. Im vorherigen Quartal waren es noch 58 Millionen Festplatten. "Derzeit warten wir darauf, dass die Fabriken trocknen und wir die Maschinen neu justieren können", so WD-Sprecher Daniel Mauerhofer.

Dass sich der Produktionsausfall bei Western Digital unmittelbar auf den deutschen Handel auswirkt und dann auch noch andere Marken betrifft, liegt an der kurzen Lagerhaltung bei Festplatten, mit denen sich nur geringe Margen erzielen lassen. "Länger als sieben Tage darf die Ware nicht bei uns liegen", sagte ein Großhändler Golem.de. Dadurch führen auch kurzfristige Knappheiten sofort zu höheren Preisen, wenn die Nachfrage konstant bleibt.

Der große deutsche Hardwareversender Alternate rechnet nicht damit, dass sich der Festplattenmarkt schnell wieder beruhigt. Ein Ende des Preisrennens ist"frühestens im März 2012" zu erwarten, sagte Alternate-Sprecher Björn Bartsch. Das deckt sich mit Aussagen von WD-Chef John Coyne, der von einer "Herausforderung über mehrere Quartale" sprach. Noch ist nicht abzusehen, ob sich die Festplattenknappheit auch auf die Preise von PCs im Weihnachtsgeschäft auswirken wird.

Der Artikel erschien zuerst bei Golem.de

Quelle: Golem.de
  • 27.10.2011, 21:19 UhrAnonymer Benutzer: matrix116

    "Na da freuen sich alle Hersteller von SSD´s. Endlich wird die Kluft zwischen HDD und SSD kleiner.
    HDD´s werden früher oder später der CD folgen."

  • 25.10.2011, 15:15 UhrAnonymer Benutzer: HDD-Crash

    Was heißt hier, es ist nicht abzusehen, ob sich die Festplattenknappheit auf die Preise von PCs im Weihnachtsgeschäft auswirken werden? Soll das ein Witz sein? Es ist doch ganz klar, das die Preise dadurch steigen, wenn man für die Festplatten mittlerweile teilweise das 3-4-fache dessen bezahlt, wie vorher. Da müssen zwangsläufig die Preise steigen. Und das auch schon jetzt und nicht erst zum Weihnachtsgeschäft oder danach!

  • 25.10.2011, 12:28 UhrAnonymer Benutzer: apophis

    Dann kauft man eben eine günstigere von einem Konkurrent. Wir leben in einer Marktwirtschaft. Gibt's keine deutschen Hersteller von Festplatten?

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