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Formate-Krieg: Warum Apple Adobe die Feindschaft erklärt

Adobe und Apple erschienen lange wie natürliche Verbündete: Apples Rechner als die Computerplattform für alle Kreativen, Adobe als Softwareschmiede für Grafikexperten. Doch die Stimmung zwischen den beiden Unternehmen ist längst gekippt. Wie es zum Bruch der Unternehmen kam.

"Wann immer ein Mac abstürzt, ist es wegen Flash", soll Apple-Chef Steve Jobs gesagt haben. Quelle: ap
"Wann immer ein Mac abstürzt, ist es wegen Flash", soll Apple-Chef Steve Jobs gesagt haben. Quelle: ap

DÜSSELDORF. Lange schienen Apple und Adobe wie unzertrennliche Partner, denn Adobe stellte unter anderem mit Photoshop eine der wichtigsten Softwarelösungen für die Mac-Plattform bereit. In der Apple-Krise der 90er Jahre löste sich die Allianz: Immer mehr billige PCs verdrängten auch in den Kreativabteilungen der Unternehmen die Mac-Rechner, die Zukunft der Mac-Plattform erschien ungewiss. Auch Adobe setzte in dieser Zeit wie so viele zunehmend auf Windows: Die Software wurde auf das Microsoft-Betriebssystem portiert.

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Inzwischen macht Apple-Chef Steve Jobs aus seiner Geringschätzung von Adobe und insbesondere ihres Kernprodukt für die Web-Anwendungen der Zukunft keinen Hehl. "Wann immer ein Mac abstürzt, ist es wegen Flash", soll er laut Medienberichten vor Mitarbeitern gegen Adobes interaktive Webtechnologie gewettert haben. Bereits mit der Vorstellung des iPhones 2007 zeigte sich deutliche Risse in der Beziehung: Adobes Flash-Format, mit der Videos und interaktive Anwendungen auf Websites möglich sind, wird nicht unterstützt.

Nun ist der Streit eskaliert. Die Übersetzung von Applikationen auf iPhone und iPad, die auf Flash-Technologie basieren, wird von Apple untersagt. Als Reaktion wünschte ein hochrangiger Adobe-Mitarbeiter Apple öffentlich zum Teufel. Das sei zwar eine private Meinung, betonte der Entwickler und Adobe bemühte sich gleich um Schadenbegrenzung: Die Kooperation mit Apple werde fortgesetzt, betonte das Unternehmen. Doch das kann über die miese Stimmung zwischen beiden Konzernen nicht hinwegtäuschen.

Flash läuft auf Windows tatsächlich stabiler als auf Mac- und Linux-Computern. Ursächlich für den Kreuzzug aus Cupertino gegen Adobe dürfte allerdings nicht in erster Linie die Technik sein. Viele Beobachter vermuten, dass es viel mehr um die Kontrolle der Inhalte geht.

Nach Ansicht von Stefan Richter von der Softwarefirma Freiheit.com geht es aber hauptsächlich um etwas anderes: "Natürlich will Apple die Inhalte auf der iPhone-Plattform kontrollieren. Aber noch viel wichtiger für Apple ist die Kontrolle des APIs (Application Programming Interfaces), also der Programmierschnittstelle des iPhones", sagte er im Gespräch mit Handelsblatt Online.

  • 13.04.2010, 00:54 UhrAnonymer Benutzer: GrandCru

    Das Geschäftsmodell von Apple entwickelt sich immer zum Gierigsten, was es in der iT-Welt je gegeben hat.

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