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Gegen Sehstörungen: Computer regt Nutzer zum Blinzeln an

Mit einem Bildschirmsignal können Computer ihre Benutzer erfolgreich zum Blinzeln anhalten, um Sehstörungen vorzubeugen. Über diesen neuen Therapieansatz gegen trockene und brennende Augen am PC berichten Ärzte der Universitätsaugenklinik Tübingen im Fachjournal „Der Ophthalmologe“.

dpa TÜBINGEN/HEIDELBERG. Während der Bildschirmarbeit verringern sich die Lidschläge im Mittel von 9,7 auf 4,3 pro Minute. Dadurch vermindert sich der Tränenfilm, was die Augen belastet. In Deutschland arbeiten mehr als die Hälfte der Berufstätigen mittlerweile am PC. Vier von zehn Bildschirmarbeitern haben Schätzungen zufolge Augenprobleme.

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Zu seltenes Blinzeln kann zu roten, brennenden, schmerzenden und lichtempfindlichen Augen sowie verschwommener Sicht führen. Im Extremfall raut sich wegen des dünneren Tränenfilms die Hornhaut auf, was sich oft in Sehstörungen bemerkbar macht. Werden die Beschwerden nicht behandelt, kann die natürliche Widerstandskraft des Auges gegen Krankheitserreger beeinträchtigt werden. Augenärzte raten, mindestens jede halbe Stunde die Computerarbeit für einige Minuten zu unterbrechen. Trockene Augen werden normalerweise mit künstlichen Tränen behandelt, die ins Auge getropft werden, aber nur vorübergehende Besserung bringen.

Der neue Therapieansatz koppelt den Lidschlag an akustische oder optische Reize. In ersten Untersuchungen animierte ein Signal auf dem Bildschirm den PC-Nutzer zum Lidschlag. Nach einiger Zeit erfolge der Lidschlag reflexartig, wenn das Signal erscheine, berichten die Wissenschaftler um Focke Ziemssen. Diese Stimulation reiche aus, um die durch die Bildschirmarbeit gesenkte Lidschlaghäufigkeit wieder auf das Blinzel-Niveau in Ruhe zu steigern.

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