
FrankfurtDeutschlands Verbraucher müssen dank moderner Technik am Geldautomaten immer weniger Sorge vor Datenklau haben. „Die Skimming-Angriffe haben sich von 2011 auf 2012 fast halbiert“, sagte Margit Schneider von der Euro Kartensysteme GmbH der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt.
Bis Ende November manipulierten Kriminelle demnach bundesweit 473 Geldautomaten, um Kartendaten und Geheimnummer (PIN) auszuspähen („Skimming“) – vor allem in Nordrhein-Westfalen (141 Fälle), Baden-Württemberg (85), Berlin und Hessen (je 59) sowie Bayern (55).
In NRW gab es 2012 (bis Ende November) 141 Angriffe auf Geldautomaten. Das Bundesland liegt damit an der Spitze.
An zweiter Stelle liegt das süddeutsche Bundesland mit 85 Fällen.
In der Bundeshauptstadt gab es 59 Attacken.
Auch Hessen zählt 59 Betrugsversuche.
Das Bundesland im Süden registrierte 55 Fälle.
In Niedersachsen gab es 18 Manipulationsversuche.
In der Hansestadt wurden 15 Automaten manipuliert.
Rheinland-Pfalz verzeichnete zwölf Angriffe.
Ostdeutsche Bundesländer registrierten relativ wenige Attacken, in Sachsen waren es elf.
In dem norddeutschen Bundesland wurden neun Automaten attackiert.
Brandenburg zählte sechs Angriffe.
An der Weser gab es nur zwei Manipulationen.
In Thüringen sogar nur einen.
Im gesamten Vorjahr hatte die Branche nach neuesten Angaben 730 Manipulationen gezählt. Euro Kartensysteme ist eine Einrichtung der deutschen Kreditwirtschaft, die sich um das Sicherheitsmanagement für Zahlungskarten kümmert.
Von Januar bis Ende November 2012 beschafften sich Kriminelle im In- und Ausland die Daten von 128 319 der 94 Millionen deutschen Girocards. „80 Prozent der potenziellen Schadensfälle konnten durch rechtzeitiges Sperren der Karten verhindert werden“, führte Schneider aus. Nur in 20 600 der Fälle wurden die ausgespähten Daten zu betrügerischen Zwecken eingesetzt. Im gesamten Vorjahr hatten Betrüger in 21 144 Fällen erfolgreich zugeschlagen.
In Deutschland gestohlene Kontodaten setzen Kriminelle nach Erkenntnissen von Euro Kartensysteme vor allem in den USA (28 Prozent), Mexiko (16 Prozent), Kolumbien (12 Prozent), Thailand und Brasilien (je 9 Prozent) ein. Vor allem dort werde mit Kartendoubletten versucht, Geld abzuheben oder einzukaufen.