
Mountain ViewGoogle geht mit seinem Internet-basierten Betriebssystem Chrome in die Offensive: Der Internet-Konzern hat neue Modelle der Chromebook-Laptops für sechs Länder angekündigt. In Deutschland kommen Einsteigergeräte von Samsung und Acer auf den Markt. Das vor kurzem vorgestellte Spitzenmodell Chromebook Pixel ist allerdings weiterhin nicht erhältlich.
Bei dem neuartigen Betriebssystem werden die Programme und Daten aus dem Internet abgerufen. Das Gerät ist somit das Portal zu den Online-Diensten von Google. Das macht zwar eine ständige stabile Internet-Verbindung notwendig, erlaubt aber auch mehr Sicherheit – weil die Software immer aktuell ist – sowie schlankere und günstigere Geräte. Inzwischen gibt es aber auch einen Offline-Modus.
Die Suchmaschine ist Googles Herz. Gut 90 Prozent von Umsatz und Gewinn werden hier generiert. Zusammen mit Google Maps besteht ein fast uneinholbarer Vorsprung zu den Wettbewerbern. Die Masse der Forschung wird auf die Suche konzentriert.
Googles Betriebssystem Android hat sich auf dem Mobilfunkmarkt durchgesetzt. Es ist die Eintrittskarte in den mobilen Internetmarkt, die lokale Suche und das Geschäft mit Software, Apps und Medien. Damit ist Android die Versicherung für die Zukunft. Problem: Massiver Beschuss durch Patentklagen. Hier droht eine echte Gefahr.
Das Office-Paket Apps for Business und die E-Mail-Plattform sind Kernbestandsteile der Geschäftskundenstrategie. Google Apps generiert Umsatz aus monatlichen Gebühren.
Zum Leben verdammt: Der Spätstarter im Social-Networking-Bereich ist die letzte Chance, dem Giganten Facebook Paroli zu bieten.
Rechen- und Speicherleistung im Internet ist das Herzstück vieler Google-Dienste und eine vielversprechende Erweiterung in den Geschäftskundenbereich. Google kann dort seine Stärken ausspielen.
Mit der Übernahme von Motorola ist Google 2012 ist die Hardware-Produktion eingestiegen. Bislang belastet die Sparte allerdings die Bilanz mit Verlusten.
Google will mit Chrome OS ein neuartiges Betriebssystem für Computer etablieren – es setzt voll aufs Internet und ruft Daten und Dienste aus der „Wolke“ ab. Mit dem System will das Unternehmen seine Produkte verbreiten. Bislang ist die Verbreitung von Chrome OS allerdings noch überschaubar.
Die beiden neuen Geräte zielen auf die Einsteigerklasse. Das C7 von Acer kostet 279 Euro. Es hat einen 11,6-Zoll-Bildschirm und wiegt 1,4 Kilogramm. Ein Celeron-Doppelkernchip treibt das Gerät an. Neben 100 Gigabyte kostenlosem Speicher in der Cloud hat es eine 320 Gigabyte große Festplatte eingebaut. Drei Anschlüsse mit dem neuesten Standard USB 3.0 sollen für eine flotten Datenübertragung sorgen, Bilder und Videos können per HDMI auf den Fernseher oder andere Geräte übertragen werden. Der Akku soll mehr als vier Stunden halten.
Samsung verkauft sein Chromebook für 299 Euro. Es soll vor allem mit seiner kompakten Bauweise punkten: Das Gerät ist ebenfalls 11,6 Zoll groß, wiegt aber nur 1,1 Kilogramm und ist mit 1,8 Zentimetern Bauhöhe sehr dünn. Dafür müssen Nutzer beim Speicher Abstriche machen, an Bord ist nur ein 16 Gigabyte großes SSD-Laufwerk. Der Akku soll für sechs Stunden reichen.

@Computerski
... das einzig sinnvolle... ist Linux. Das ist Unsinn - oder zumindest nicht zu Ende gedacht!
Auch Linux oder Linux-Varianten können nicht verhindern, dass Anbieter Dienste mit Nutzerkonten verbinden und so Käufen komplett abhängig werden. Auf welcher technischen Basis das geschied ist doch wurscht. Die Googlebrille 'läuft' wahrscheinlich auch auf einen Linux-Variante.
Wichtig wäre es, so ungern Open System Fans das auch hören, dass (gesetzlich) übergeordnete technische Schnittstellen, die Dienstleistungen von den Produkten trennen, gesetzlich verbindlich definiert werden. (Weiterentwicklungen werden dadurch nicht behindert, sondern geben kurzfristige Vorteile für Anbieter.)
In einem Beispiel: wir können froh sein, dass eine Waschmaschine mit dem Strom (230 Volt, 50 Hz) aller Energieversorger betrieben werden kann und nicht nur mit dem Strom des Herstellers!
Der vielbeschworene 'freie' Markt hätte das anders geregelt. Da müssten wir heute zum Betrieb einer xyb-Waschmaschiene auch einen xyb-Stromanschluss, mindestens aber ein xyb-Stromabrechnungskonto besitzen.
Also der sogenannte 'freie' nicht geregelte Markt führt wohin: in die Sklaverei!

Die einzige sinnvole und deutlich preiswertere Alternative zu MS-Windows ist LINUX.
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