Zusätzlich zu den herkömmlichen Routen für die Überlandfahrt in eine fremde Stadt kann man sich mit Google Maps auch den Fußweg zum nächsten Bahnhof oder in die Goethestraße erklären lassen. So lassen sich also auch Wanderungen oder Rundgänge in fremden Städten planen. Während diese Anwendung von zu Hause aus nur dann nützlich ist, solange man den Ausdruck der fertigen Route mitnimmt, bietet sie für Besitzer von Mobiltelefonen mit Internet-Zugang natürlich einen echten Mehrwert. Damit wird Google Maps zum universellen Stadtplan, mit dem sich vor Ort der Weg durch eine fremde Stadt heraussuchen lässt. Die einzige Einstellung, die Sie vornehmen müssen, ist das Umschalten von „Mit dem Auto“ auf „Fußweg“. Das geschieht bei der Eingabe von Start und Ziel der zu planenden Route.
Die Programmier-Schnittstelle von Google Maps eignet sich aber nicht nur dazu, Karten und Satellitenbilder in die eigene Webseite zu integrieren. Findige Entwickler nutzen die Möglichkeiten des Dienstes auch dazu, kleine Spiele zu programmieren. So gibt es unter http://www.tomscott.com/realworldracer ein sehr einfaches Rennspiel, bei dem man mit den Pfeiltasten der PC-Tastatur ein kleines Rennauto gegen den Computer über festgelegte Strecken auf den Google-Maps-Satellitenfotos manövriert. Der Autor des Spiels empfiehlt, für den maximalen Spielspaß die Geräusche des Motors und der Reifen selbst vor dem PC nachzuahmen und sich in die Kurve zu legen.
Der Knüller unter den Google-Maps-Spielen scheint jedoch das einfache und fesselnde „Place Spotting“ zu sein. Unter http://placespotting.com werden Details aus den Satellitenfotos angezeigt, die irgendwo auf der Welt zu sehen sind. Anhand von 2-3 einfachen Hinweisen müssen die abgebildeten Orte in der richtigen Zoomstufe gefunden werden. Das ist recht knifflig und erfordert nicht selten die Zuhilfenahme von Wikipedia und Co. Wer in der Mittagspause Langeweile und Spaß an Geographie hat, kann sich so trotz (oder gerade wegen) des einfachen Spielprinzips exzellent unterhalten lassen.