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Google: Street-View-Autos kommen wieder nach Deutschland

Google Straßenatlas Street View soll verbessert werden. Dazu schickt der Internet-Konzern am Ende März seine Fahrzeuge mit Kamera wieder auf Deutschlands Straßen. Diesmal geht es allerdings nicht um Fotos, sondern Zusatzinformationen, die die Google-Autos für den Kartendienst sammeln sollen.

Auto mit Street-View-Kamera: Googles Flotte soll ab Ende März wieder ausströmen. Quelle: dpa
Auto mit Street-View-Kamera: Googles Flotte soll ab Ende März wieder ausströmen. Quelle: dpa

HB BERLIN. Googles Kamerawagen, die Bilder für den umstrittenen Straßenatlas Street View gemacht haben, kommen wieder nach Deutschland zurück. Die Fahrzeuge mit dem markanten Kamera-Block auf dem Dach sollen von Ende März an wieder auf deutschen Straßen unterwegs sein, um den Kartendienst Google Maps zu verbessern, kündigte der Internet-Konzern am Freitag an auf einem Unternehmens-Blog an. Google habe "derzeit keine Pläne, die aufgenommenen Bilder in Street View darzustellen", schrieb Produkt Manager Raphael Leiteritz.

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Vielmehr sollten die neuen Straßenaufnahmen dazu dienen, die Informationen in Googles Kartendienst auf den aktuellen Stand zu bringen, hieß es. Es gehe beispielsweise um Einbahnstraßen, die Überprüfung lokaler Geschäftsanträge mit Hilfe von Ladenschildern oder 3D-Umrisse von Gebäuden für die Handy-Navigation mit Google Maps. Auch konkurrierende Anbieter digitaler Karten wie die Nokia - Tochter Navteq oder TeleAtlas schickten für solche Zwecke Kamerawagen auf die Straße, betonte der Google-Manager. Ein im Internet veröffentlichter "Fahrplan" listet ohne genaue Termine die Ortschaften auf, die von Ende März bis Mai 2011 abgefahren werden.

Street View, eine Ergänzung von Google Maps mit Panorama-Ansichten der Straßen, stieß in Deutschland heftigen Widerstand von Politik und Datenschützern. Im November ging der Dienst nach mehrjährigen Verhandlungen zunächst für die 20 größten deutschen Städte online.

Die Straßenansichten weisen zahlreiche Lücken auf: Mehr als 244 000 Haushalte beantragten, die Fassaden ihrer Wohnhäuser unkenntlich zu machen. Gemäß der Vereinbarung mit den Datenschützern verpixelte Google die Gebäude direkt in den Originalaufnahmen.

Die Kamerawagen hatten Google bei den Fahrten für Street View auch viel Ärger beschert, weil sie auch unverschlüsselte Informationen aus WLAN-Netzen aufzeichneten. Google versicherte, das sei Folge eines Softwarefehlers gewesen, der jahrelang nicht aufgefallen sei. Die Daten seien nie ausgewertet worden. Der Fall rief in mehreren Ländern die Behörden auf den Plan, in Deutschland laufen Untersuchungen von Staatsanwaltschaft und Datenschützern noch. Nach Bekanntwerden der Datenmitschnitte nahm Google die Autos zunächst von den Straßen, inzwischen sind sie ohne die WLAN-Technik unterwegs.

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