
New YorkJahrzehntelang stellte der Tablet-Computer eine Art Fata Morgana der IT-Industrie dar: eine großartige Idee, die zum Greifen nah am Horizont schillerte und dann hoffnungsvolle Unternehmen doch immer wieder enttäuschte. Microsoft hat diesen Kreislauf aus Hoffnung und Enttäuschung mehrfach durchlaufen, denn der kürzlich vorgestellte "Surface" ist nicht der erste Versuch des Konzerns, einem Tablet zum Durchbruch zu verhelfen.
Seit es den PC gibt, haben Microsoft-Ingenieure immer wieder versucht, den Einsatz von Computern neu zu erfinden. Die ersten PCs hatten Tastaturen, wie sie von Schreibmaschinen schon bekannt waren. Rasch stellte sich jedoch die Frage, ob die Eingabe mit einem Stift nicht bequemer wäre. So entwickelten mehrere Unternehmen Ende der 80er-Jahre stiftbasierte Eingaben. Microsoft sprang auf den Trend auf und stellte 1991 "Windows for Pen Computing" vor, ein Add-On für Windows 3.1, das Eingaben mit einem Touchpen ermöglichte.
Mehrere Geräte setzten die Software ein und lassen den Vorläufer der heutigen Tablets erkennen: tragbare, rechteckige Platten mit einem Bildschirm. Allerdings reagierten sie noch nicht auf Berührungen, denn schließlich stand die Idee eines Notizblocks mit Stift Pate. Pen-Computing verschwand in den 90er-Jahren. Zwar zogen die Windows-Tablets Aufmerksamkeit auf sich, die Masse der Nutzer blieb jedoch der Tastatur verbunden.
1. Quartal 2012, in %
( mit der Maus über die Grafik fahren)
Hardware-Hersteller mit ins Boot geholt
Im Jahr 2002 bezeichnete Microsoft-Gründer Bill Gates die Erinnerungen an diese frühen Tablet-Versuche als "fast schmerzhaft", doch er gab nicht auf. Der Konzern präsentierte Windows for XP Tablet PC Edition und dieses Mal zogen auch Hardware-Hersteller wie Hewlett-Packard, Samsung, Toshiba und Acer mit. Sie stellten Tablet-PCs her, die äußerlich den heutigen Tablets ähnelten. Im Inneren allerdings waren sie weiterhin PCs. Im Vergleich zum iPad waren sie mit 1.500 Dollar teuer, schwer und verfügten nur über eine schwache Akku-Leistung. Die Käufer gaben also eine Menge Geld aus, nur um Eingaben mit dem Stift tätigen zu können.

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Eine tolle Zusammenfassung habe ich vor Kurzem gefunden über das neue Surface. Ist sehr interresant: http://kritikerblog.wordpress.com/2012/07/02/googles-nexus-7/
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