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Ifa: Ohne Stromsparen geht nichts mehr

Auf der Berliner Funkaustellung wird es deutlich: Ohne stromsparende Geräte kommt heute kein Hersteller mehr aus. Ein neues Energielabel für Fernsehgeräte soll auch auf dem TV-Markt zusätzlich für Kaufinteresse sorgen.

Ohne stromsparende Produkte im Programm kommt kein Anbieter mehr aus. Quelle: Reuters
Ohne stromsparende Produkte im Programm kommt kein Anbieter mehr aus. Quelle: Reuters

BerlinNein, es ist nicht die Automesse IAA: Auch auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa) in Berlin ist das Auto angekommen. Panasonic-Europa-Chef Laurent Abadie steuerte einen orangefarbenen Wagen auf die Bühne, sprang heraus und rief grüne Jahre aus. Bis 2018 wollen die Japaner das weltweit führende Unternehmen für grüne Innovationen in der Elektronikindustrie werden. Das betrifft nicht nur stromsparende Elektrogeräte wie TV-Geräte, sondern auch Energiemanagement und Technologien zur Energieerzeugung und -speicherung, etwa bei elektrisch betriebenen Fahrzeugen.

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Grüne Lösungen, eco, Öko, A+++ für supereffiziente Elektrogeräte – das sind die Schlagworte auf der diesjährigen Ifa. „Energieeffizienz und Stromsparen sind so etwas wie ein Volkssport geworden“, sagte Roland Hagenbucher, Geschäftsführer der Siemens-Electrogeräte GmbH. Ohne stromsparende Produkte im Programm, ohne eine stetige Verbesserung der Effizienz, kommt kein Anbieter mehr aus.

Smarte Geräte Die coolsten Gadgets der Ifa

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„Es ist der Ehrgeiz jedes Herstellers, vorne mit dabei zu sein“, sagte Dietlinde Quack vom Öko-Institut. Überraschend sei jedoch, dass noch Effizienzsprünge wie zuletzt bei den A+++-Kühl- und Gefriergeräten möglich seien. „Insgesamt scheint es aber schon ziemlich ausgereizt.“ Langfristig rechnen sich in den meisten Fällen höhere Preise für die Geräte, meinen Beobachter. Eine Tendenz jedoch mache eine niedrigere Stromrechnung wieder zunichte: der Trend zum Großgerät.

Die Fortschritte vor allem bei Haushaltsgeräten sieht Quack durch das Mitte der 1990er-Jahre eingeführte EU-Energielabel angetrieben: „Das hat Transparenz und Druck erzeugt.“ Gleiches passiert nun auf dem TV-Markt. Ab dem 30. November 2011 müssen auch Fernsehgeräte ein EU-Energielabel tragen. Bislang stand das Thema Energieeffizienz auf dem TV-Markt nicht im Focus der Verbraucher. Entscheidender waren Bild und Ton. Hersteller begrüßen aber die neue Pflicht zum Label: „Es wird zusätzliches Kaufinteresse bringen“, ist der gegen rote Zahlen kämpfende deutsche TV-Gerätehersteller Loewe überzeugt.

Ifa 2011

Die Unternehmen haben sich auf das Label vorbereitet. Nach einer Untersuchung des Naturschutzvereins BUND hat sich in den vergangenen beiden Jahren der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch von Fernsehgeräten fast halbiert. Dennoch unterschieden sich die Modelle immer noch beträchtlich. „Vielen Kunden ist nicht bewusst, dass sie mit ihrem Fernseher eine Menge Stromkosten sparen können: bei einem Bildschirm normaler Größe bereits 500 bis 1 500 Euro innerhalb von zehn Jahren“, sagt Öko-Institut-Expertin Stéphanie Zangl. Ein Flachbild-Gerät sei zudem nicht per se energieeffizienter als ein alter Röhren-Fernseher.

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