
Berlin„Jeder profitiert von einem aktuellen Browser.“ So begründet Microsoft die Einführung automatischer Browserupdates für den Internet Explorer unter Windows XP, Windows Vista und Windows 7.
Microsoft spricht von einem wichtigen Schritt, um das Internet voranzubringen. Und auch die Sicherheit spielt dabei eine große Rolle, denn veraltete Browser gelten gemeinhin als großes Sicherheitsrisiko.
Microsoft folgt damit dem Vorbild von Google, das Chrome schon seit längerer Zeit mit automatischen Updates versorgt. Auch bei Mozilla sind sogenannte stille Updates des Browsers in Arbeit. Der Schritt könnte dazu führen, dass sich neue Versionen des Internet Explorer deutlich schneller verbreiten, als das bisher der Fall war.
So nutzten am 15. Dezember 2011 bereits 36,45 Prozent der Chrome-Nutzer des Portals Golem.de die am Abend des 13. Dezember 2011 veröffentliche Version Chrome 16, rund 15 Prozent sind mit Chrome 15 unterwegs. Unter den Nutzern des Internet Explorer liegt die Version 8 mit 53,25 Prozent vor der Version 9 mit 31,48 Prozent, die bereits Mitte März 2011 erschienen ist und auf rund 65 Prozent der dabei genutzten Windows-Systeme laufen würde.
Den Anfang in Sachen automatische IE-Updates macht Microsoft im Januar in Australien und Brasilien. Kunden in diesen Ländern, die ihre Systeme per Windows Update aktualisieren, erhalten dann die jeweils für ihr Betriebssystem aktuelle verfügbare Version des Browsers installiert.
Weitere Länder sollen schrittweise folgen. Einstellungen wie die Startseite, die Suchmaschinen und der gewählte Standardbrowser bleiben erhalten.