Diskussion: Kommentare zu: Online-Spionage wird zur Massenware

Oliver Stock, Chefredakteur Online

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion. Dafür stehe ich.

Ihr
Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online

Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 24.01.2012, 15:03 UhrAnonymer Benutzer: zeroday

    Das ist genauso ein markt wie jeder ander auch, es gibt nachfrage also ist ein angebot da.
    Hackforums.net zb ist eine geld druck maschiene, man nehme ein forum und stelle programmierer ein, den rest sieht man auf dem gut gehenden martplatz - chingching.

    Das ist aber zu vernachlässigen wenn man sich die tools anschaut mit denen server kompromitiert werden.
    "backtrack" ist so eine tool suite, wer das wissen hat kann damit server "klar machen" und mal so richtig böser junge spielen.
    Dabei stellt sich mir schon lange die frage wie lange es denn dauert bis mal ein börsenplatz kompromitiert wird.

    Transaktionen werden elektronisch getätigt, sind also angreifbar von dieser seite???


  • 26.01.2012, 08:39 UhrAnonymer Benutzer: emden09

    Die Sache stellt sich am Ende ganz einfach dar. Wer kein Geld ausgibt, um seine Programme ordentlich auf Verwundbarkeit zu testen, BEVOR er sie "online" stellt, wird am Ende Geld ausgeben, um die Schäden zu beseitigen, die durch Programmfehler verursacht wurden.

    Sogen. "Sicherheitslücken" nämlich sind am Ende ja nichts anderes als Fehler die Programmierer bei der Erstellung der lückenhaften Programme gemacht haben.

    Dass es auch anders geht zeigen in diesem Tagen einige große deutsche Konzerne. Über Personalvermittler werben sie gezielt um freiberufliche "Sicherheitsspezialisten", die - so wird betont - ihre eigenen Werkzeuge mitbringen müssen und die Software der Konzerne attackieren sollen. Bezahlt wird in diesem Fall, wie bei jedem Job auf Stundenbasis. Wohlgemerkt nicht nur das Hacken wird bezahlt, sondern auch das Schreiben der Reports über Fehler in der Sicherheit der Software.

    In den USA gibt es bei den großen Softwareherstellern schon lange sogen. "Tiger"-Teams, die genau diese Aufgabe verfolgen "Security-Testing". Dass kleinere Hersteller sowie vor allem Konzerne und Behörden außerhalb der USA sich diesen Aufwand in der Qualitätssicherung, im Testing und bei der Fehlersuche bisher sparten, spricht für deren Naivität, nicht aber gegen Sicherheitsexperten. Die Sicherheitsexperten werden, wenn man sie nicht beschäftigt, in Hartz IV verlottern lässt, wie jeder Maurer und jede Friseuse, auf die Idee kommen, sich mit ihren Fähigkeiten am Schwarzmarkt (durch Schwarzarbeit) Geld dazu zu verdienen.

    Nein, dies ist kein Plädoyer für Cracking Angriffe auf Großkonzerne. Es ist ein Appell an Konzerne und Behörden, endlich einzusehen, dass Softwaretests mindestens den gleichen Stellenwert haben, wie die Entwicklung der Software, dass proaktive Qualitätssicherung nicht nur bei Zuliefermaterialien und Halbzeug sondern eben auch bei Software ein Aktivposten und nicht nur eine Kostenposition ist.

    Ein Verhältnis Entwickler/Tester 50/50 muss angestrebt werden!

  • Die aktuellen Top-Themen
Ethik-Diskussion: Wann ist ein Hacker ein guter Hacker?

Wann ist ein Hacker ein guter Hacker?

Bei einer Tagung des Chaos Computer Club haben Hacker versucht, für sich eine neue Ethik zu formulieren. Doch die Szene streitet, was Hacker dürfen sollen.

Expo 2012: Viel High Tech, wenig Gäste

Viel High Tech, wenig Gäste

Mit einer Expo zur nachhaltigen Nutzung der Meere will Südkorea Gäste aus aller Welt ins Land locken. Allein im deutschen Pavillon stecken 15 Millionen Euro. Doch die ersten Besucherzahlen waren enttäuschend.

Dragon besucht ISS: Das Andock-Manöver in Bildern

Das Andock-Manöver in Bildern

Erstmals dockt an der Raumstation ISS etwa 350 Kilometer über der Erdoberfläche ein privat finanzierter Raumtransporter an. Die beeindruckenden Bilder zu einem Meilenstein der Raumfahrtgeschichte.

  • Video

Projekt Zukunft Wie die Dinosaurier-Forschung hilft, heutige Probleme zu lösen - ein Gespräch mit Oliver Wings

Ein Gespräch mit Dr. Oliver Wings, Dinosaurier-Forscher, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, über den Nutzen der Dino-Forschung für die moderne Wissenschaft