Erpressung im Behörden-Name
Schon seit Anfang 2011 kursiert in Deutschland der sogenannte BKA-Trojaner. Dabei nutzen Kriminelle den Namen des Bundeskriminalamts oder anderer offiziell anmutender Institutionen, um ihre Opfer zu erpressen. In der Regel behauptet der Trojaner, auf dem Rechner des Opfers seien illegale Inhalte wie Schwarzkopien oder Kinderpornografie gefunden worden. Erst wenn das Opfer einen bestimmten Betrag als Strafe zahle, könne der Rechner wieder freigegeben werden.
Das Microsoft Malware Protection Center berichtet über zahlreiche Varianten dieses Schädlings – bei dem je nach lokalen Begebenheiten in behördlichen Namen abgezockt wird. So wird inzwischen auch im Namen von spanischer, niederländischer, schweizerischer und britischer Polizei zur Kasse gebeten. Aber auch in Deutschland sind in zahlreiche Varianten im Umlauf. Die Freigabe des Rechners wird beispielsweise auch im Namen von Bundespolizei und der Verwaltungsgesellschaft Gema erpresst. Einen Überblick über die in Deutschland gebräuchlichen Varianten bietet die Website http://bka-trojaner.de/.