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Kleinster Speicher der Welt: Zwölf Atome für ein Bit

Den kleinsten Datenspeicher der Welt haben Wissenschaftler eines internationalen Forschungsteams entwickelt. Seine Speicherdichte ist rund 100 Mal höher als auf bislang üblichen Festplatten.

Der Buchstabe "S" als gespeicherte Binär-Information, aufgenommen mit einem Rastertunnelmikroskop. Quelle: dpa
Der Buchstabe "S" als gespeicherte Binär-Information, aufgenommen mit einem Rastertunnelmikroskop. Quelle: dpa

DüsseldorfDeutsche und amerikanische Forscher haben den kleinsten magnetischen Datenspeicher der Welt gebaut. Ein Datenbit, die kleinste Einheit in der Computertechnik, hat dabei auf gerade einmal zwölf Eisenatomen Platz.

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Die Speicherdichte sei damit rund 100 Mal höher als auf bislang üblichen Festplatten, heißt es in einer Mitteilung der Max-Planck-Gesellschaft (MPG). Der neuartige Magnetspeicher erreiche somit die Speicherdichte des menschlichen Erbmaterials DNA.

„Angesichts der zunehmenden Miniaturisierung der Elektronik wollten wir wissen, ob man diese Entwicklung bis an die Grenze einzelner Atome weitertreiben kann“, so der Max-Planck-Forscher Sebastian Loth. Gemeinsam mit Wissenschaftlern der IBM-Forschungsabteilung im kalifornischen San Jose haben er und seine MPG-Kollegen die neue Speichertechnik entwickelt.

Während die Forscher in ihrem Nano-Magnetspeicher ein Byte (8 Bit) auf 96 Atomen unterbringen, benötigen moderne Festplatten mindestens eine halbe Milliarde Atome für ein Byte. Für den Superspeicher verwendeten die Wissenschaftler erstmals sogenanntes antiferromagnetisches Material, das bislang als ungeeignet für die Sicherung von Daten galt.

Heutige Festplatten legen Datenbits in einem ferromagnetischen Material ab. Jeder Datenpunkt gleicht dabei einem winzigen Stabmagneten, der die Null oder Eins eines Bits in zwei verschiedenen Orientierungen seiner Pole speichert. Damit das magnetische Feld eines Datenpunktes nicht seinen Nachbarn beeinflusst, brauchen die Speicherpunkte allerdings einen Mindestabstand zueinander.

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