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Kurznachrichtendienst: Twitter ätzt über neue Google-Suche

Kleinkrieg unter Internet-Diensten: Googles Plan für eine stärker personifizierte Internet-Suche stößt auf Kritik bei Twitter. Google antwortet: selbst schuld.

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Für Google nicht mehr zugänglich: Der Kurznachrichtendienst Twitter. Quelle: dpa
Für Google nicht mehr zugänglich: Der Kurznachrichtendienst Twitter. Quelle: dpa

Mountain ViewDer Online-Kurzmitteilungsdienst Twitter zeigte sich am Mittwoch besorgt, dass Verweise auf Twitter-Nachrichten und -Profile in den Google-Ergebnissen künftig weniger sichtbar sein werden. Es sei „ein schlechter Tag für das Internet“, schrieb Twitters Chefjurist Alex Macgillivray in einem Tweet. Die Änderungen seien auch schlecht für Nutzer und Medien, hieß es in einer Erklärung.

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Google hatte die Ausweitung der Suche auf persönliche Inhalte wie private Fotoalben am Dienstag angekündigt. Man kann zwar auch weiterhin im gesamten Internet suchen. Bei der Option der „persönlichen Ergebnisse“ durchstöbert Google beispielsweise Bilder, die beim Online-Netzwerk Google+ oder dem Online-Fotoalbum Picasa hochgeladen wurden. Allerdings werden Inhalte von Twitter oder dem weltgrößten sozialen Netzwerk Facebook dabei nicht berücksichtigt - weil sie Google nicht vorliegen.

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Google zeigte entsprechend Unverständnis über die Twitter-Kritik. Schließlich habe der Kurzmitteilungsdienst im vergangenen Sommer selbst entschieden, den Vertrag über eine Schnittstelle mit dem Suchmaschinen-Betreiber nicht zu verlängern, hieß es in einem offiziellen Kommentar bei Google+. Bis dahin hatte Google Zugriff auf den Tweet-Strom, inzwischen weist Twitter Google im Quelltext der Website explizit an, die Inhalte des Kurznachrichtendienstes nicht zu erfassen.

Google nennt sein neues Angebot „Search, plus Your World“ (Suche - plus Deine Welt). Registrierte Nutzer haben dabei auch die Option, die Suche nach Personen auf einen Bekanntenkreis zu beschränken.

Kritik kam auch vom amerikanischen Suchmaschinenexperten und Google-Kenner John Battelle. Google sei früher ein neutraler Anbieter gewesen, der das ganze Netz durchforstet habe. „Es macht sehr traurig, das Ende dieser Ära zu sehen“, schrieb Battelle in einem Blog-Eintrag.

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