
VELIZY. Der weiße Toyota Prius passt sich der Technik an: Damit die hochauflösenden Flachbildschirme für die Passagiere auf dem Rücksitz hineinpassen, bekam der Wagen eigens größere Kopfstützen. Ein weiterer Touchscreen thront über der Mittelkonsole, auch der Beifahrer hat seine eigene Anzeige. "Films, Games, Music, Internet" steht auf den virtuellen Knöpfen des berührungsempfindlichen Bildschirms. Beam me up, Scotty: Willkommen im "LTE Connected Car" des Telekomausrüsters Alcatel-Lucent.
"Wir wollten zeigen, welche Möglichkeiten das Mobilfunknetz der Zukunft im Auto bieten kann", sagt Alain Sanchez, Europa-Marketingchef des Unternehmens. Wie der schwedische Konkurrent Ericsson arbeitet der französisch-amerikanische Netzriese Alcatel-Lucent an der Entwicklung des nächsten Mobilfunkstandards 4G (im Fachjargon "LTE" für Long Term Evolution), der UMTS ablösen soll. Dieser erlaubt eine Datenübertragung von 20 Megabit pro Sekunde - so viel wie heute ein leistungsfähiger DSL-Anschluss daheim.
Geht es nach Alcatel-Lucent, zieht diese Technik auch im Auto von morgen ein. Doch schon heute sind Fahrzeuge zunehmend vernetzt und locken die Zuliefer- und die Computerbranche mit neuen Geschäftsmöglichkeiten. Microsoft zum Beispiel hat eine eigene Software-Plattform entwickelt, die Gratis-Navigation und Entertainment anbietet. Ford, Fiat und Kia verkaufen bereits Autos mit diesem System.
Online-Bibliothek macht CDs überflüssig
Als Netzausrüster hat Alcatel logischerweise ein Interesse daran, dass das Auto von morgen permanent online ist. Daher hat sich das Unternehmen mit Industriepartnern im "NG Connect"-Programm zusammengeschlossen, in dem unter anderem der Software-Spezialist QNX, Atlantic Records und Toyota mitarbeiten. Das Ziel: Anwendungen für das superschnelle 4G zu finden, für die es einen Markt geben könnte.
Chancen bieten Unterhaltungsmöglichkeiten im Connected Car: Statt DVDs und CDs mit sich herumzuschleppen, können Fahrgäste in Alcatels 4G-Prius einfach Filme und Musik aus einer Online-Bibliothek herunterladen. Beifahrer und die hinteren Passagiere gucken dabei auf Wunsch einen eigenen Film. Fans von Videospielen dürfen vom Auto aus Gegner im Internet herausfordern - oder online surfen.
und so richtig lustig wird es, wenn dann der erste Automobil-Virus Porno-Werbung auf dem TFT.Tacho anzeigt...
bin selber ingenieuer, aber manche Dinge sind einfach bescheuert, auch wenn die Technik dahinter grundsätzlich nützlich sein mag.
Man sehe sich nur einmal das internet an: gigantische Möglichkeiten, aber der überwiegende Teil des Traffics ist nunmal Porno :)
1 Kommentar
Alle Kommentare lesen