
BERLIN. Der ist aber leicht: Das ist der erste Eindruck, wenn man den neuen 3DS von Nintendo in der Hand hält - das Gerät wiegt deutlich weniger als die derzeit erhältlichen Handhelds des Unternehmens. Dann fallen die stärker leuchtenden, sehr satten Farben der Bildschirme auf. Und natürlich der stereoskopische 3D-Effekt, der auf dem 3DS ohne Brille funktioniert: Das wirkt so, als ob hinter dem Display noch ein paar Extrazentimeter an Tiefe vorhanden sind, in denen die Action der Spiele passiert.
Nintendo hat auf der E3 ein paar Demos gezeigt, in denen unter anderem Pikmin und Bowser sowie ein paar Impressionen aus Kid Icarus zu sehen waren. Wie sich der Bauch von Bowser mit dem neuen Analogstick scheinbar räumlich drehen lässt, wirkt schlicht imposant.
Allerdings muss der Spieler dazu das Display im korrekten Winkel betrachten. Wer von oben oder von der Seite darauf sieht, hat den gleichen verwaschenen Eindruck wie bei einem 3D-Film ohne Spezialbrille. Der räumliche Effekt lässt sich mit einem seitlich angebrachten Schieberegler stufenlos regulieren und ganz abstellen. Mit dem klassischen 2D-Bild können auch wieder Freunde, die dem Spieler über die Schulter gucken, problemlos alles erkennen.
Stereoskopie ist lediglich auf dem oberen Bildschirm möglich, der eine Diagonale von 3,53 Zoll und eine Auflösung von 800 x 240 Pixeln bietet - 400 x 240 für jedes Auge. Nintendo hat sich zu dem Thema nicht weiter geäußert, aber wahrscheinlich steuert Sharp die Technik bei, die in Japan bereits in einigen Mobiltelefonen eingesetzt wird.
Der untere Bildschirm dient wie beim klassischen DS als Touchpad, er bietet 320 x 240 Pixel auf 3 Zoll. Außerdem verfügt der 3DS über ein Gyroskop und einen Beschleunigungssensor sowie über eine neue, immer sichtbare Leiste mit hervorgehobenen Knöpfen, auf denen „Home“, „Select“ und „Start“ steht.