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Premiere: Erste De-Mail verschickt

Premiere für die De-Mail: Am heutigen Donnerstag ist die erste rechtsverbindliche E-Mail verschickt worden. Sie ging öffentlichkeitswirksam an Werner Zorn, der vor 25 Jahren die erste E-Mail in Deutschland erhalten hatte.

BERLIN. Es war Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder vorbehalten, die erste De-Mail zu verschicken. Sie ging an Werner Zorn, einen der Pioniere des deutschen Internets. Zorn war vor 25 Jahren der erste Empfänger einer E-Mail in Deutschland. Mit De-Mail sollen in Deutschland ab 2010 rechtsverbindliche elektronische Nachrichten, ein Identifizierungsdienst und eine gesicherte Onlinedokumentenablage möglich sein.

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Hans Bernhard Beus, Staatssekretär im Bundesinnenministerium, sagte: „Die Weiterentwicklung besteht darin, dass Bürger, Unternehmen und auch die Verwaltung mit De-Mail eine einfach zu nutzende Technologie an die Hand bekommen, mit der sie sicher, rechtsverbindlich und vertraulich im Internet miteinander kommunizieren können.“

Zorn nannte in seiner Antwort auf die Nachricht mit der Betreffzeile „Vertrauen ist gut, De-Mail ist besser!“ den neuen Dienst einen großen Schritt nach vorn, über den er sich schon zu seiner Zeit an der Uni Karlsruhe gefreut hätte. Für sechs Monate wird die Technologie nun in Friedrichshafen erprobt. Die Deutsche Telekom startet am 9. Oktober 2009 gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium und weiteren Partnern das dortige Pilotprojekt.

Voraussetzung für die Nutzung von De-Mail ist, dass sich Sender und Empfänger registrieren und eindeutig identifizieren. Nach erfolgreicher Überprüfung wird der Zugang mit eigenem Postfach eingerichtet und freigeschaltet. Danach soll De-Mail von jedem beliebigen Rechner aus nutzbar sein. Zusätzliche Hardware sei nicht erforderlich. „De-Mail ist damit die erste Form der Onlinekommunikation, die rechtlich gesehen einem Einschreiben entsprechen wird“, so die Telekom. Für die Verbindungen zum jeweiligen Anbieter werde das SSL-Verfahren genutzt.

Bundesdatenschützer Peter Schaar hatte im Februar 2009 kritisiert, dass die Kommunikation nicht durch eine End-to-End-Verschlüsselung zwischen Absender und Empfänger gesichert sei. Auch die Ablage persönlicher Daten in einem elektronischen Safe sei nur wirklich sicher, wenn die Daten verschlüsselt gespeichert würden und ausschließlich der Betroffene den elektronischen Schlüssel dazu besitze.

Quelle: Golem.de
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