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Schädliche Software: Chaos Computer Club seziert Bundestrojaner

Der Chaos Computer Club hat eine angeblich vom deutschen Staat entwickelte Schadsoftware in seinen Besitz gebracht. Der Trojaner ist für eine umfangreiche Überwachung entwickelt worden und brandgefährlich.

Computermonitoren auf einem Kongress des Chaos Computer Club in Berlin. Die Hacker haben eine staatliche Schadsoftware in ihren Besitz gebracht. Quelle: AP
Computermonitoren auf einem Kongress des Chaos Computer Club in Berlin. Die Hacker haben eine staatliche Schadsoftware in ihren Besitz gebracht. Quelle: AP

Eine laut Chaos Computer Club von staatlicher Seite programmierte Schadsoftware ist in die Hände der Hacker gelangt. In einer Analyse entdeckten sie, dass der Trojaner zusätzlich gefährliche Sicherheitslücken in infizierte Systeme einschleust.

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Dem Chaos Computer Club wurde eine Schadsoftware zugespielt, die laut den Hackern vom deutschen Staat entwickelt und in Umlauf gebracht wurde. Der Club lässt kaum Zweifel aufkommen, dass es sich um staatlich entwickelte Spionagesoftware handelt, auch wenn an einigen Stellen der Analyse vorsichtigere Formulierungen verwendet werden.

Laut den Hackern des CCCs ist das vorliegende Stück Software umfassend für die Überwachung entwickelt worden. So kann der Trojaner nicht nur die Kommunikation abhören. Er könne auch "weitere Programme nachladen und ferngesteuert zur Ausführung bringen". Der Trojaner ist zudem in der Lage, Dateien auf dem Rechner des Angegriffenen zu manipulieren. Gerade eine solche Funktion dürfe sich in einer Software für die Verfolgung von Kriminellen nicht befinden. Der CCC wirft den Entwicklern vor, Software entworfen zu haben, die in der Lage ist, gefälschte Beweismittel auf Rechnern zu hinterlegen. Zudem kann der Trojaner auf Mikrofon, Tastatur und Kamera zugreifen, um etwa den Raum des Betroffenen abzuhören.

Skype, ICQ, MSN und Firefox sollen die Ziele der Schadsoftware sein. Die Informationen werden unter anderem per Screenshot abgefangen, aber auch Keylogger kommen zum Einsatz. Wie die Angegriffenen infiziert werden, konnte der CCC nicht herausfinden. Allerdings wissen die Hacker, wo Dateien abgelegt werden. In C:\windows\system32\ landen die DLL mfc42ul.dll und das Kernelmodul winsys32.sys. Auf modernen Rechnern funktioniert das Modul aber nicht, da die zugespielte Version nur auf 32-Bit-Systemen läuft.

  • 10.10.2011, 08:51 UhrAnonymer Benutzer: Gefaehrder

    Als deutscher Naturwissenschaftler und Betroffener lobe ich sowohl die sehr gute Arbeit des CCC als auch den Mut der Presse zur Veröffentlichung. Meine naturwissenschaftlichen finanzmathematischen Arbeiten aus 15 Jahren wurden mir mit Hilfe dieses deutschen Spionagesystems gezielt entwendet.

    Die Ergebnisse meiner Börsenkursprognosesoftware habe ich daraufhin unter www.Gefährder.org veröffentlicht.

    Ich kann nur jeden Bürger warnen und eindringlich davon abraten in Deutschland wissenschaftlich zu arbeiten. Einen geschützten Kernbereich privater Lebensführung gibt es aufgrund der von Herrn Schily und Herrn Schäuble initiierten totalitären Terrorgesetze nicht mehr.

  • 09.10.2011, 12:57 UhrAnonymer Benutzer: der_Untertan

    Printmedien und Fernsehen lassen sich kontrollieren: man kann ein paar hundert Chefredakteure genauso kaufen wie ein paar hundert Abgeordnete.
    Nur das Internet ist erheblich schwerer zu beeinflussen. Daher wird man dort in Zukunft eher auf Abschreckung setzen. Z.B. könnte die beschriebene Software gegen Blogger eingesetzt werden, welche der Finanz- und Polit-Elite unangenehm geworden sind: man lädt einfach einen Haufen illegaler Daten auf deren Rechner, räumt ihnen ihre Konten leer und schickt die Polizei vorbei, um den "Abweichler" und seine Hardware in Verwahrung zu nehmen. Vielleicht ist es bald wieder soweit in Deutschland, dass die ersten Menschen "abgeholt" werden oder verschwinden. Kein Volk wäre dafür besser geeignet als wir mit unserem Untertanengeist, unserem Wegsehen und betroffenem Schweigen.
    Einen Vorteil hätte das Ganze ja: bei der neuen GeStasiPo werden sicher bald jede Menge Arbeitsplätze in der Terrorismusbekämpfung geschaffen und wir Deutsche lieben es doch zu arbeiten.

  • 09.10.2011, 12:40 UhrAnonymer Benutzer: KonradRennert

    Spötter aller Netzwerke vereinigt Euch!

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