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Scheinbare Datensicherheit: Wo Gunter Sachs irrt

Gunter Sachs ist wütend: In der "Bild"-Zeitung schimpft der Unternehmer, Alt-Playboy und Multimillionär auf Apple. In einem Apple Store wurde ihm ohne Identitätsnachweis Zugriff auf sein Laptop gewährt. Dabei wiegte sich Gunter Sachs ohnehin nur in scheinbarer Sicherheit. Handelsblatt Online erklärt, wie man Daten richtig schützt.

Alt-Playboy Gunter Sachs steht mit Apple auf Kriegsfuß. Foto: dpa Quelle: picture-alliance/ dpa/dpawebpicture-alliance
Alt-Playboy Gunter Sachs steht mit Apple auf Kriegsfuß. Foto: dpa Quelle: picture-alliance/ dpa/dpawebpicture-alliance

DÜSSELDORF. Gunter Sachs ist außer sich: "Ich habe gesehen, wie leicht Unbefugte Zugriff auf fremde Computer bekommen könnten", zitiert ihn die "Bild"-Zeitung. Am Anfang dieser Erkenntnis des gealterten Playboys stand ein Problem, das viele PC-Nutzer kennen werden: Sachs hatte das Kennwort für seinen Laptop von Apple vergessen. Ein Zugriff auf seine Daten schien so nicht mehr möglich.

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Ratsuchend wandte er sich an den Apple Store in München. Dort ging alles ganz einfach: Nachdem Sachs seinen Namen und seine E-Mail-Adresse genannt hatte, gewährten die Apple-Mitarbeiter dem 78-Jährigen Zugriff auf seinen Rechner - und baten ihn, ein neues Passwort einzurichten. Sachs war schockiert, berichtet die "Bild": "Verwundert fragte ich den Apple-Mann, ob er nicht meinen Ausweis oder eine Rechnung sehen möchte, um nachzuweisen, dass ich wirklich der Besitzer des Computers bin. Als Antwort bekam ich: ,O nein! Apple vertraut auf das Gute im Menschen ...".

Benutzerkennwörter bieten nur scheinbaren Schutz

Dabei hätte Apple auch genau andersherum argumentieren können. Auch wenn Sachs einen "beinahe größeren Skandal als die Enthüllungen von Wikileaks" wittert: ein Unberechtigter mit krimineller Energie und auch nur rudimentären Computerkenntnissen wäre ohnehin sehr leicht an die Daten gekommen, auch ganz ohne Apples Hilfe. Dazu gibt es eine sehr einfache Methode: Wer die Installations-DVD von Mac OS X einlegt und damit den Rechner startet, kann das Passwort selbst zurücksetzen.

Eine weitere Möglichkeit ist das Einlegen einer Boot-CD oder eines UBS-Sticks mit Linux wie Knoppix, mit dessen Hilfe man die Festplatte einbinden und auslesen kann. Ebenso hätte ein Krimineller auch die Festplatte ausbauen und an einen anderen PC anschließen können. Ein wirksamer Schutz vor unberechtigten Zugriffen ist ein einfaches Benutzerkennwort zum Einloggen in das Betriebssystem jedenfalls nicht.

  • 30.12.2010, 21:02 UhrAnonymer Benutzer: Lars

    Was ich meinte sind die "beliebten" Werbespots von Apple mit Justin Long. Mac vs PC. ich möchte damit sagen und halte auch dabei fest, dass ein Mac kein PC ist, sondern es ist und bleibt ein Mac und keine Windows Höllenmaschine.

    Joachim, sich ernsthaft mit diesem Artikel auseinanderzusetzen ist in meinen Augen ein Witz im Sinne von GS zwang sich der bild auszuweinen.

    Punkt 1, es kommt von der bild und ist somit als Klatsch und Tratsch anzusehen um genauer zu sagen nicht all zu ernst zu nehmen.

    Punkt 2) kein Computer ist hacksicher, darüber bin ich mir bewusst. Wenn jemand "sensible Daten" ( Definitionsache ) mit einem einfachen OS Kennwort sichert, bitte aber dann soll sich der oder diejenige nicht so künstlich aufspielen.

    Punkt 3) G. S. ist ein C Promi ( wenn nicht sogar noch Tiefer ) und erreicht somit was er wollte, er ist wieder im Gespräch, dies sieht man an den dutzenden Antworten von treuen bild lesern. Amüsant fand ich den Kommentar "…G.S. ist Astrologe, hätte er es nicht kommen sehen müssen?"

    Punkt 4) sehr nett mich gleich persönlich anzugreifen, das zeugt von mangelnden Argumenten und letztendlich von mangelnder intelligenz.

    Fünfter und letzter Punkt - das hat nichts mit Sensibilität zu tun sondern mit Panikmache

  • 30.12.2010, 16:34 UhrAnonymer Benutzer: Joachim Jakobs

    @Lars: ich hätte es prima gefunden, wenn Du Dich mit dem Thema des Artikels beschäftigt hättest. Ob die Unsicherheiten und Fehler auf einem PC, einem Mac oder einem Tablet stattfinden, ist für den Leser von handelsblatt.com mE völlig irrelevant. insofern verstellt Dein Kommentar den blick aufs Wesentliche.

    Wesentlich finde ich, daß Vermögende die gleichen Schwierigkeiten wie Otto und Liese von nebenan haben, sie aber gleichzeitig deutlich attraktivere Ziele darstellen. insofern ist weiter wesentlich, daß insbesondere Vermögende bedarf an Datenschutz und Datensicherheit haben.

    Das bedeutet, daß sie mehr Aufwand treiben müssen als
    Otto und Liese
    - bei der Auswahl vertrauenswürdiger Partner/Lieferanten
    - bei der Auswahl vertrauenswürdiger Geräte/Dienste
    - beim eigenen Verhalten

    Dazu müssen sie selbst ein Minimum an Sensibilität entwickeln. Das verlangt nach bildung.

    Danke @Stephan für die prima Geschichte!

  • 29.12.2010, 21:59 UhrAnonymer Benutzer: Stephan Dörner

    Lieber Lars,

    was Sie meinen ist ein "ibM kompatibler PC", der umgangssprachlich auch nur "PC" genannt wird. Was im Text gemeint ist, ist ein PC im ursprünglichen Sinne des Wortes: Ein Personalcomputer, der in Abgrenzung zu einem Mainframe oder einem Server einem bestimmten Einsatzzweck dient. in diesem Sinne ist auch ein Macintosh ein PC.

    Davon abgesehen lassen sich HFS+-formatierte Festplatten auch an ibM kompatible PCs anschließen, auf denen Windows oder ein anderes betriebssystem wie Linux läuft - und mit entsprechenden Treibern auch lesen.

    Viele Grüße

    Stephan Dörner

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