Murdoch unterstellt Obama Raubkopierer-Sympathien

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Google steht auf der Seite der Kritiker

Google wies die Vorwürfe umgehend als „Quatsch“ zurück. „Im vergangenen Jahr haben wir fünf Millionen Webseiten wegen Urheberrechtsverletzungen aus unseren Suchergebnissen entfernt“, hieß es in einer Stellungnahme. „Wir kämpfen jeden Tag gegen Piraten und Fälscher.“

Zusammen mit anderen Internet-Firmen wie Facebook und Twitter hat sich Google auf die Seite der SOPA-Kritiker gestellt. Zu den Initiativen der Gegner gehört ein umfassender „Internet Blackout“ am kommenden Mittwoch. Die freiwilligen Verfasser von Artikeln der Online-Enzyklopädie Wikipedia sprachen sich in einer Abstimmung mit großer Mehrheit für eine umfassende zeitlich befristete Abschaltung aus. Stattdessen soll nur ein Hinweis auf die Gründe der Protestaktion zu sehen sein.

Der Gesetzentwurf wurde dem Repräsentantenhaus in Washington am 26. Oktober 2011 vom republikanischen Abgeordneten Lamar Smith aus Texas vorgelegt. Zurzeit berät der Justizausschuss der Parlamentskammer über SOPA. Der Senat, die zweite Kongresskammer, stimmt am 24. Januar zunächst über Verfahrensfragen bei der Behandlung eines ähnlichen Gesetzesvorhabens ab: Das „Protect IP Act“ (PIPA) soll ebenfalls Maßnahmen gegen Web-Anbieter im Ausland ermöglichen, die das geistige Eigentum (intellectual property, IP) verletzen. Eingebracht wurde PIPA vom demokratischen Senator Patrick Leahy in Vermont.

Besonders umstritten ist eine Bestimmung bei SOPA, die von Internet-Providern verlangt, nach einer gerichtlichen Anordnung den Zugang zu ausländischen Webseiten zu sperren, die Raubkopien anbieten. Dies wird von den Gegnern als Zensur und als Eingriff in die technische Infrastruktur des Netzes abgelehnt. Unter dem Eindruck der heftigen Kritik signalisierte Smith zuletzt Kompromissbereitschaft bei den Netzsperren.

  • 17.01.2012, 21:53 UhrAnonymer Benutzer: OpenDNS

    Wie soll die Sperre denn technisch aussehen? Weiß das jemand? Eine Sperre auf DNS- Ebene (wie das Zensursula- Gesetz in D) kann jeder leicht umgehen und ist somit quasi wurscht...
    Ich wurde von meinem Provider nach ein bis zwei Monaten mit neuem Rechner praktischerweise an den DNS- Serverwechsel erinnert: Plötzlich gingen Dutzende Webseiten nicht mehr, wie zB Handelsblatt, zu OpenDNS gewechselt und alles ging wieder wie gewohnt... ;-)

  • 17.01.2012, 01:51 Uhrhardy

    Oha!

    Ich unterstelle Murdoch, daß er ein Verbrecher ist, der so viel Dreck am Stecken hat, daß es schon unfassbar ist, daß so ein Bandit in Amerika die Erlaubnis bekommt, seine Hugenbergpresse zu betreiben.

    Halt's Maul, Rupert!

    Läßt doch auch sonst andere für Dich hetzen ...

  • 16.01.2012, 22:25 UhrAnonymer Benutzer: GernotMeyer

    Der Murdoch sieht nicht nur alt aus, offenbar vergreist er auch rapide. Dass er an einem seit langem veralteten Geschäftsmodell festhält und naturgemäss immer weniger Erfolg hat damit , rechtfertigt in keiner Weise die Einschränkung der Meinungsfreiheit und , noch schlimmer, die willkürliche Zensur, von ein paar überalterten Konzernen an nachfolgenden Generationen, die eine ganz andere Denkweise haben. Er sollte seinen Laden dichtmachen und den Rest seiner Tage im Seniorenwohnheim geniessen.

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