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Soziale Netzwerke: Womit wir im Netz unsere Zeit verbringen

Von wegen „Null Blog“ – soziale Netzwerke sind dabei, die wichtigste Anwendung im Internet zu werden. Das Marktforschungsinstitut Nielsen hat das in den USA untersucht und kommt zu dem Schluss: Vor allem schauen sie sich Facebookseiten an.

Über Dienste wie Facebook stillt das Internet das menschliche Bedürfnis nach Vernetzung. Quelle: ap
Über Dienste wie Facebook stillt das Internet das menschliche Bedürfnis nach Vernetzung. Quelle: ap

HAMBURG. Was machen die Menschen, wenn sie sich im Netz rumtreiben? Sie stillen das menschliche Bedürfnis nach Vernetzung. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut Nielsen beim Blick auf das Web-Verhalten von US-Bürgern. Der durchschnittliche Amerikaner verbringt demnach mehr als 60 Stunden im Monat online. Den größten Teil davon bei sozialen Netzwerken, insgesamt 22,7 Prozent. Erst mit großem Abstand folgen andere Angebote wie Onlinespiele (10,2 Prozent) und E-Mails (8,3 Prozent).

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Das heißt noch nicht, dass soziale Netzwerke inzwischen zu der wichtigsten Anwendung im Netz geworden sind. Aber es heißt, wer sie nutzt, verbringt damit viel Zeit. Und das mit steigender Tendenz. Im Jahr zuvor lag die Zahl noch bei knapp über zehn Prozent. Im Gegensatz dazu steht das Schreiben von E-Mails nicht mehr an Platz zwei, sondern an Platz drei der Lieblingsbeschäftigungen im Netz.

In der Mitteilung zur Studie sagt Dave Martin, Analyst bei Nielsen: „Obwohl das Internet unendlich viele Möglichkeiten bietet, verbringen die Surfer doch gut 40 Prozent ihrer Online-Zeit mit nur drei Aktivitäten: sozialem Netzwerken, Spiele spielen und mailen.“

Es gibt noch mehr Ergebnisse, die nahelegen, dass Vernetzung das eigentliche Interesse der Menschen ist oder sie das zumindest annehmen. Das Pew Research Center fragte vor Kurzem, ob das Internet wohl eher positive oder eher negative Auswirkungen auf unser Sozialleben haben wird. 85 Prozent der Befragten sagten, wenn sie an die Zukunft denken, werde das Netz vor allem positiven Einfluss auf soziale Beziehungen haben. Nur 14 Prozent waren der Meinung, es zerstöre sie eher, statt sie zu fördern.

Noch aber sind Facebook, StudiVZ & Co. nicht die wichtigsten Anwendungen. Werden nur die Aktivitäten aller Amerikaner betrachtet und nicht die online verbrachte Zeit, sieht das Bild etwas anders aus. Demnach versenden 45 Prozent der erwachsenen Amerikaner täglich E-Mails, 40 Prozent nutzen eine Suchmaschine, aber nur 15 Prozent ein soziales Netzwerk. Im Netz spielen tun dann nur noch fünf Prozent.

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