DüsseldorfEines hat Microsoft bereits geschafft: Gezielt einen kleinen Hype ausgelöst. Das kürzlich vorgestellte Tablet Surface ist endlich mehr als ein weiterer iPad-Klon - Schlank, schön, elegant. Die selbst entwickelte Metalllegierung wirkt hochwertig und stabil. In die hauchdünnen Hüllen des Tablets ist praktischerweise eine Tastatur integriert – eine echte Innovation, die Microsoft bei der Präsentation die Journalisten leider nicht ausprobieren ließ. Ein praktischer integrierter Standfuß rundet den guten ersten Eindruck ab.
Das ist ein neues, interessantes Konzept. iPad und Android-Tablets wurden bislang vor allem zum Konsum von Inhalten genutzt. Mit der Folientastatur könnten Tablets erstmals auch dafür geeignet sein, Inhalte zu produzieren. Damit geht Microsoft ebenso wie bei der Metro-Oberfläche von Windows Phone 7 und Windows 8 einen eigenen Weg, der sich optisch und konzeptionell von Apple und deren Klonen aus der Android-Welt absetzt.
Eine Werbung, die der Konzern auf Youtube hochgeladen hat, setzt das Tablet passend in Szene – und bekommt im Netz viel Zuspruch. Das Video wurde bereits mehr als 1,8 Millionen Mal aufgerufen. Microsoft ist cool – und das fast über Nacht. Der Name Surface bleibt über Stunden auf Platz eins der meistdiskutierten Themen bei Twitter – so sieht ein Hype aus und erstmals seit Jahren erzeugt ihn Microsoft und nicht Apple.
Das traditionell Apple-kritische Blog Gizmodo meint sogar, das Surface-Tablet lasse iPad und Macbook Air obsolet erscheinen. „Microsoft ist der Underdog – denn egal wie viele Hundertmillionen Leute ihre Software nutzen – das Coole und die Zukunft gehören Apple“, schreibt das Blog. „Oder besser gehörten. Nach dem Surface-Event gestern – vorausgesetzt, dass Microsoft die Umsetzung nicht vermasselt – könnten Gates Kinder die Waffe gefunden haben, welche die Jobs-Erben stoppt und das Blatt wendet“.

Das Surface stellt eine Zäsur in der Geschichte von Microsoft dar. Statt nur die Software zu liefern, bietet Microsoft jetzt auch gleich das Gerät mit an. Das tat Microsoft bisher nur in Ausnahmefällen wie Eingabegeräten und der Spielekonsole Xbox. Doch was kann das Tablet? Die Fakten im Überblick.

Grundsätzlich kommt das 10,6 Zoll große "Surface" in zwei verschiedenen Versionen auf den Markt. Eine für Heimanwender mit ARM Prozessor und in der reinen Tablet-Version des neuen Betriebssystems Windows 8 - RT genannt. Das Modell für professionelle Nutzer ist mit 13,5 Millimeter etwas dicker (einfache Variante: 9,3 Millimeter), hat aber auch einen deutlich leistungsfähigeren i5-Prozessor von Intel und die Pro-Variante von Windows 8. Größtes Plus der Variante mit i5-Prozessor: Auch normale Windows-Software läuft auf dem Gerät.

Ein weiterer Hardware-Unterschied zwischen der RT genannten Einsteiger-Version und dem Pro-Modell sind die Anschlüsse. Das Surface RT muss mit einem USB 2.0-Anschluss und einem MicroSD-Slot auskommen, während das Surface Pro einen Anschluss mit USB 3 und einen microSDXC-Karten-Slot bietet. Einen Mini-Display-Port hat ebenfalls nur das Pro-Modell. Beide Varianten werden mit 32 oder 64 Gigabyte internem Flash-Speicher angeboten.

Eine Besonderheit gegenüber anderen Tablets, die beide Versionen des Surface haben: Der ausklappbare Ständer. Die 0,7 Millimeter dicke Metallklappe ist mit drei Scharnieren am Body befestigt und soll so laut Microsoft auch auf längere Zeit ausreichend Stabilität bieten.

Neben zwei Leistungs-Versionen gibt es auch zwei Varianten des Covers. Diese werden ähnlich wie das SmartCover bei Apples iPad magnetisch an dem Tablet befestigt. Doch die Microsoft-Cover sollen nicht nur das Display schützen, sie haben auch beide eine Tastatur integriert. Hier kommt auch der Unterschied: Das drei Millimeter dicke TouchCover (auf dem Bild in pink) hat keine fühlbaren Tasten, sondern reagiert nur auf Druck. Das TypePad (im Bild schwarz) ist mit fünf Millimetern zwar etwas dicker, hat aber im Gegensatz zum TouchCover richtige Tasten, die bis zu 1,5 Millimeter nachgeben.

Das Gehäuse beider Modelle ist aus einer Magnesium-Legierung, die Microsoft "VaporMg" nennt. Mit einem Gewicht von 676 Gramm liegt die RT-Version auf dem Niveau des iPad 3, das Pro-Modell wiegt mit 903 Gramm deutlich mehr. Allerdings soll sich das Surface Pro auch von seinen Leistungsdaten her gegen die Ultrabooks als gegen das iPad positionieren.

Zudem lässt sich das Surface Pro auch mit einem Stift bedienen. Angaben zu Taktfrequenz, Arbeitsspeicher oder Preisen hat Microsoft bisher nicht gemacht.

Bis die Kunden das Tablet in der Hand halten können, wird noch etwas Zeit vergehen. Das Surface RT soll zusammen mit Windows 8 im Herbst auf den Markt kommen, das Surface pro wohl rund drei Monate später.

Der Vollständigkeit halber: Kameras an Vorder- und Rückseite gehören bei Tablets inzwischen zum guten Ton dazu. Für das Heimanwender-Modell gibt es eine speziell angepasste Version von Office 2013 als Zubehör. Andere Programme von Windows 8 werden auf dem ARM-Chip des Surface RT nicht funktionieren - auf dem Surface Pro mit seinem Intel-i5-Prozessor hingegen schon. Ein Nachteil herkömmlicher Windows-Software bleibt aber: Sie ist für die Bedienung per Tablet nicht optimiert.

Wie auch schon Apples Vorbild werden die Cover für das Surface in verschiedenen Farben erhältlich sein - von knallig bunt bis dezent und unauffällig. Preisangaben für das Zubehör gibt es bis jetzt noch nicht.
Das Surface stellt eine Zäsur in der Geschichte von Microsoft dar. Statt nur die Software zu liefern, bietet Microsoft jetzt auch gleich das Gerät mit an. Das tat Microsoft bisher nur in Ausnahmefällen wie Eingabegeräten und der Spielekonsole Xbox. Doch was kann das Tablet? Die Fakten im Überblick.
Damit zeigt Microsoft, dass es verstanden hat, worauf es in der neuen IT-Welt ankommt: Auf die Privatkunden, die in den vergangenen Jahren zum Schlüssel für den Markterfolg der IT wurden. Denn im mobilen Boom-Markt der Smartphones und Tablets entscheiden überwiegend Privatleute und nicht mehr IT-Entscheider in Unternehmen über die Anschaffung von Geräten.

Typisch Apple-Nutzer
"Oh schau mal ich hab n Ipad oder Iphone, bin was besseres"
Dass das Ding im grunde 10 fach versperrt ist und man nur auf Umwege -wenn überhaupt- gewisse Aufgaben erledigen kann möchte man nicht einsehen.
Viel zu überteuert dafür was es kann.
Besitze beides weil ich kein "Müll!! Ich nehme 1000 Stück" Betriebssystem (Android) haben wollte.
Und das IOS ist keinesfalls vierenfrei. Apple hat schon lange die Aussage aus ihreb Homepage entfernt.
Sicher ist das IPad und IPhone werden verscherbelt und stattdessen surface und WindowsPhone 8 zugelegt.
Kann es kaum erwarten endlich wieder uneingeschränkt zu tun was ich möchte. Das einzig gute was IOS passieren konnte ist: Jailbreak!!!
Und wer es einmal getestet hat wird merken dass IOS doch nicht so Stabil läuft. Genau so wie Windows stürtzt es ab und hängt es ab und zu.
Apple hat es sich einfach gemacht, nämlich alles gesperrt auf Kosten von Funktionalität und Flexibilität.
Ein Windows könnte man genau so sperren, dann wäre es zwar stabiller jedoch uninteressanter.
Leute Windows 8 und WindowsPhone 7 habe ich ausprobiert und ich kann und werde es weiter empfehlen.
Sehr viele meiner Kunden habe ich überzeugt und sie sind sehr zufrieden damit.
LG
Tim

diese schnecken...habe jahrelange microsoft benutzt,nach ipad iphone zu apple gewechselt weil ich es leid wahr zu warten bis da was kommt von microsoft,jetzt da mi alter xp pc ausgemustert wird kaufe ich mier einen MAC microsoft hats verschlafen,apple hat die kompletlosung....schade...oder leider

Ihr habt das nicht ganz verstanden. Microsoft versucht nicht etwa, Apple weiter erfolglos im Consumermarkt anzugreifen. Microsoft schafft mit Windows 8 eine neue Plattform für Server, Desktops, Smartphones und jetzt auch Tablets - IBM System/360 lässt grüßen ;-)
Damit hievt es den Smartphone- und Tablet-Markt auf die Unternehmensetage, wo Apple ohne Chance ist. Surface ist reines Marketing, um den Kunden diese Tatsache ins Bewusstsein zu hämmern: "mögen die Hardware-Hersteller Nokia, Samsung oder HTC heißen, drinnen ist Windows 8, mit dem ihr kompatibel bleibt". Kein Unternehmensentscheider wird es sich in Zukunft leisten können, iPads oder Galaxy-Tabs mit eigener Infrastruktur anzuschaffen.
Und seien Sie gewiss, Microsoft weiss sehr wohl, dass der Erfolg der letzten 30 Jahre im Firmengeschäft maßgeblich darauf beruhte, sich im Hardwaregeschäft vornehm zurück gehalten zu haben. In Wahrheit kämpft Apple nicht nur gegen Microsoft, sondern auch gegen Intel, AMD, Dell, Lenovo, HP und viele andere...
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