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Thins Clients ersetzen PC: Wachablösung auf dem Schreibtisch

Die Tage des klassischen Personal Computers sind gezählt - zumindest, wenn es um den Einsatz als Büro-Arbeitsplatz geht. Immer mehr Unternehmen denken darüber nach, die unförmigen Blechkisten mit den vielen Kabeln abzuschaffen. So genannte „Thin Clients“ ´sollen ihre Aufgaben übernehmen.

Thin Clients verdrängen zunehmend den klassischen PC. Foto: pr
Thin Clients verdrängen zunehmend den klassischen PC. Foto: pr

MÜNCHEN. Beim einen liegt der graue Kasten auf der Schreibtischplatte, andere verbergen ihn unten auf dem Boden. Eins aber haben fast alle Büro-Arbeitsplätze rund um die Erde gemein: Sie sind mit einem Personal Computer, kurz PC, ausgestattet. Seit fast zwei Jahrzehnten sind diese Einzelplatzrechner ein wesentlicher Bestandteil des Arbeitslebens.

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Die großen Zeiten des PCs neigen sich allerdings dem Ende zu. Immer mehr Unternehmen denken darüber nach, die unförmigen Blechkisten mit den vielen Kabeln abzuschaffen. Ihre Aufgaben sollen stattdessen so genannte „Thin Clients“ übernehmen. Das sind Terminals, die ohne eigene Festplatte, Lüfter oder CD-Laufwerk auskommen. „Das ist sicherer, preiswerter und bequemer als ein PC“, sagt Dieter Kempf, Chef des Nürnberger IT-Dienstleisters Datev. Der Manager wirbt in seinem Unternehmen massiv dafür, die abgespeckten Rechner zu verbreiten.

Das Prinzip der Thin Clients ist einfach: Die Nutzer arbeiten wie gewohnt. Doch die Daten werden nicht mehr vom Gerät direkt vor Ort verarbeitet, sondern von einem Netzwerkrechner, einem so genannten Server. Mit diesem leistungsstarken Computer ist das Terminal über eine Datenleitung verbunden.

„Thin Clients sind dem klassischen PC in vielen Systemumgebungen deutlich überlegen“, trommelt der Branchenverband Bitkom für diese Lösung. Zum Beispiel was die Kosten angeht. Bislang haben die IT-Abteilungen die Benutzerarbeitsplätze individuell auf den lokalen Rechnern eingerichtet. Dies fällt künftig weg. Die einzelnen Arbeitsplätze tauchen nur noch als virtuelle Maschinen im Rechenzentrum auf. Das spart Zeit und vor allem Geld.

Forscher der Fraunhofer Gesellschaft haben ausgerechnet, dass ein PC ein Unternehmen vom Kauf bis er ausgemustert wird deutlich mehr als 2000 Euro kostet. Ein Thin Client einschließlich des auf ihn entfallenden Anteils am Server kommt mehrere Hundert Euro günstiger. Laut Fraunhofer liegen die Kosten im Vergleich zum herkömmlichen Tischrechner um 20 und 40 Prozent niedriger.

Dazu kommt, dass das Thin-Client-Konzept die Umwelt schont. Die Experten der Fraunhofer-Gesellschaft sind überzeugt, dass Terminal und Server im Verbund weniger als die Hälfte der Energie verbrauchen, die ein PC schluckt. Die Experten haben von der Produktion über die Herstellung bis zum Recycling sämtliche Phasen im Leben der Geräte unter die Lupe genommen.

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