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US-Nachahmer: Wo deutsche Startups internationale Trends setzen

Von StudiVZ über brand4friends bis zu Dawanda: Bekannte deutsche Startup-Unternehmen sind fast alle nahezu Eins-zu-eins-Kopien erfolgreicher amerikanischer Vorbilder. Doch auf einem Gebiet ist Deutschland Trendsetter: Bei Thema Mass Customization - dem Vertrieb individualisierter Massenprodukte.

Die drei MyMuesli-Gründer Hubertus Bessau, Max Wittrock und Phillipp Kraiss. Deutsche Startups sind beim Thema Mass Costumazation zumindest zahlenmäßig führend. Quelle: dpa
Die drei MyMuesli-Gründer Hubertus Bessau, Max Wittrock und Phillipp Kraiss. Deutsche Startups sind beim Thema Mass Costumazation zumindest zahlenmäßig führend. Quelle: dpa

DÜSSELDORF. Bei Startup-Geschäftsmodellen gibt es normalerweise nur eine Richtung: Von West nach Ost. So gut wie alle bekannten deutschen Startup-Unternehmen haben einfach ein amerikanisches Geschäftmodell kopiert. Das populärste Beispiel ist wohl StudiVZ. Eine Plagiatsklage des amerikanischen Vorbilds wird derzeit vor Gericht verhandelt.

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In der deutschen Gründerszene sind die sogenannten Copycats - das einfache Kopieren eines bestehenden Geschäftsmodells aus einem anderen Land - ein Dauerbrenner. Viele Branchenbeobachter in der Startup-Community kritisieren die geringe Innovationsfreude der deutschen Web-Gründungen.

"Das ist eine Diskussion, die alle sechs, sieben Monate wieder aufkommt", sagt Alexander Hüsing, Chefredakteur bei dem Branchen-Blog deutsche-startups.de. Dabei werde jedoch die Leistung verkannt, die es bedeute, ein in einem anderen Land erfolgreiches Geschäftsmodell auf den lokalen Markt zu adaptieren. "Nur weil ein Konzept in den USA funktioniert, muss das nicht auch in Deutschland der Fall sein. Das Projekt hierzulande voranzutreiben, ist die eigentliche Arbeit", so Hüsing.

Sobald ein US-Startup erfolgreich ist, sprießen deutsche Klone wie Pilze aus dem Boden. Die meisten davon werden allerdings nicht erfolgreich. So haben die zahlreichen deutschen Twitter-Klone inzwischen fast alle ihren Betrieb eingestellt. Der jüngste kometenhafte Aufstieg aus der Startup-Welt gelang der amerikanischen Rabatt-Website Groupon. Die Website bietet ihren Nutzern lokal begrenzte Rabatte an, solange genügend Nutzer zuschlagen. Auch dieses Konzept fand zahlreiche Nachahmer in Deutschland. Der deutsche Marktführer Citydeal wurde jüngst von Groupon geschluckt - und hat damit in der Gründerszene die alte Copycat-Diskussion wieder in Schwung gebracht.

  • 09.03.2011, 19:57 UhrAnonymer Benutzer: occi

    Vollkommen richtig, was Alexander Hüsing sagt. Investoren sind es oftmals, die innovativen Startups aus Deutschland den Rücken kehren und lieber in Copycats investieren. Da kann man noch so gute Ideen haben... wenn sich nihct finanziert werden, bringt es alles nichts. StepMap ist da eine tolle Ausnahme.

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