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Virtuelle Tarnkappe: Anonym durchs Netz

Ganz so anonym wie oft behauptet, ist das Netz gar nicht: Der Provider speichert die eigene IP-Adresse, Werbe-Cookies spionieren das Surfverhalten aus. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich unerkannt durchs Netz bewegen.

von Stephan Dörner

Cookies löschen

Alle im Folgenden beschriebenen Maßnahmen helfen nichts, wenn der Nutzer zwar alle Daten im Netz verwischt, der Browser aber selbst zur Datenfalle wird. Viele Websites hinterlassen Dateien auf dem eigenen PC, was in vielen Fällen auch sinnvoll ist. So kann eine Website beispielsweise einen Besucher wiederkennen, sodass sich dieser nicht erneut einloggen kann.

Datenschützer sehen in den kleinen Dateien, Cookies genannt, aber auch eine Gefahr für die Privatsphäre. Weil die Webseiten sie sowohl beschreiben als auch auslesen können, ist eine Nachverfolgung des Surfverhaltens möglich. Empfehlenswert ist es daher, den Browser so einzustellen, dass er zwar Cookies annimmt, beim Schließen aber alle vorhandenen Cookies löscht. Damit ist die Benutzung sämtlicher Websites möglich, ohne die Privatsphäre zu gefährden. Den Zugewinn an Privatsphäre bezahlen Sie allerdings mit Bequemlichkeit: Stellen Sie den Browser wie beschrieben ein, bleiben Sie auf Seiten wie Facebook nicht eingeloggt, sobald der Browser einmal geschlossen ist. Weitere Browser-Konfigurationsempfehlungen und eine Anleitung dafür finden Sie beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Quelle: dpa