
DÜSSELDORF. Im Schatten der größten Suchmaschine der Welt ist längst eine Vielzahl von kleinen bekannten und weniger bekannten Online-Helferlein entstanden. Mit Hilfe von Google lassen sich Bilder ebenso verwalten wie Karten nutzen, Bilder verwalten oder Online-Dokumente wie Texte und Tabellen erstellen.
Seit neuesten ist das Google-Universum um ein Tool reicher: Ein virtueller Wedding Planner soll Hochzeitspaaren bei der Organisation ihres großen Tages helfen: Mit virtuellen Hilfen zum Bauen einer Website, einer Fotobearbeitungs-Software, der Erstellung von Einladungskarten und dem Anlegen eines Hochzeitsfoto-Albums.
Der Clou an dem neuen Angebot ist aber, dass sich Google dazu keiner neuer Software bedient, sondern lediglich vorhandenes kombiniert. Der Wedding Planner ist im Grunde nichts anderes als ein Anwendungsbeispiel vorhandener Google-Tools wie der Web-Fotobearbeitungssoftware Picnik, dem Webseiten-Bauer Google Sites, der Online-Fotoalbums-Software Picasa und der Online-Office-Suite Google Docs. Alle diese Anwendungen werden bloß um passende Vorlagen ergänzt. Dazu bietet Google mit Hilfe der eigenen Tools von vorgefertigten Einladungskarten über Gästelisten bis hin zu einem Budget-Planer alles an, was zur Hochzeitsplanung benötigt wird. Ein Angebot, das zeigen soll, was mit den Google-Anwendungen alles möglich ist.
Google hat in jüngster Zeit vor allem seine Bemühungen intensiviert, mehr Frauen für die eigenen Produkte zu begeistern. So startete der Internet-Gigant erst im November 2010 eine neue Shopping-Seite unter der Adresse Boutiques.com. Noch immer ist es dem Suchmaschinenriesen nicht gelungen, bei der Masse der Nutzer für mehr zu stehen, als eine Suchmaschine.
Google setzte auf Software-Mix
Um die Popularität der eigenen Tools zu fördern, ermuntert Google Programmierer, die Daten von Google-Software im Netz für eigene Projekte zu nutzen - sogenannte Mash-Ups. Zahlreiche andere Anwendungen - Smartphone-Apps wie Web-Software- greifen daher auf die Inhalte von Googles Kartendienst Maps zu, um sie mit eigenen Inhalten zu kombinieren. So nutzt beispielweise die App der Deutschen Bahn - DB Navigator - die Daten von Google Maps, um den Weg zum nächstgelegenen Bahnhof zu weisen. Die Website Cheap Hotels nutzt Google Maps, um die jeweils günstigsten Hotels auf einer Google-Maps-Karte anzuzeigen.
Der Strategie der Offenheit sind längst auch Microsoft und Yahoo gefolgt: So bieten Microsofts Bing Maps oder Yahoos Online-Foto-Service Flickr inzwischen ebenfalls solche offenen Schnittstellen an, über die andere Anwendungen auf Daten der Services zugreifen können.
Auf jeden Fall ein Mehrwert - die Hochzeitsplanung a la Excel hat ausgedient.
www.Eventmarkt.de
1 Kommentar
Alle Kommentare lesen