Die Zukunft: Semantische Suchmaschinen?
Was alle großen Web-Suchmaschinen heute noch nicht erfassen, ist der Sinn eines Textes, der indiziert wird. Scannt eine Suchmaschine beispielsweise den Satz: „Die USA importieren viele Seltene Erden aus China“, ist weder Google, noch Bing oder Duck Duck Go klar, dass dies automatisch bedeutet, dass China viele Seltene Erden in die USA exportieren. Daher würde ein Nutzer den Text mit der Suchanfrage „Was exportiert China in die USA?“ nicht finden.
Auch in verschiedene Bedeutungsdimensionen der menschlichen Sprache dringen heutige Websuchmaschinen noch nicht vor. So kann auch das Wort „studieren“ je nach Zusammenhang ganz verschiedene Bedeutungen haben. Ein Fahrplan kann ebenso studiert werden wie ein Studienfach – in beiden Fällen hat das Wort eine gänzlich andere Bedeutung. Dass Google-Nutzer im Web dennoch so häufig fündig werden, liegt vor allem an der schieren Fülle der Webinhalte.
Zahlreiche Firmen forschen daher derzeit an semantischen Suchmaschinen. Eines der bekanntesten Projekte ist der IBM-Computer „Watson“ (Foto). Noch benötigt IBMs Alogorithmus einen Großrechner, um semantische Suchanfragen zu bearbeiten. Doch nicht all zu ferner Zukunft wird die Technologie auch für den Massenmarkt einsatzbereit sein - vorausgesetzt die Geschwindigkeitszuwächse der Mikroprozessoren setzen sich in gleichem Tempo fort.