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Windows 8 Server: Server-Version von Windows ohne Grafikoberfläche

Windows Server 8 wird ohne grafische Oberfläche installiert und mit der Textkonsole Powershell gesteuert. Außerdem will Microsoft VMware in Sachen Virtualisierung übertrumpfen und die Cloud unsichtbar machen.

Auf der Entwicklerkonferenz Build im Kongresszentrum in Anaheim (Kalifornien) hat Microsoft sein neues Betriebssystem Windows 8 vorgestellt. Die Serverversion kommt nun ohne grafische Oberfläche (GUI) aus. Quelle: dpa
Auf der Entwicklerkonferenz Build im Kongresszentrum in Anaheim (Kalifornien) hat Microsoft sein neues Betriebssystem Windows 8 vorgestellt. Die Serverversion kommt nun ohne grafische Oberfläche (GUI) aus. Quelle: dpa

BerlinMit großer Geheimniskrämerei hat es Microsoft geschafft, dass vorab praktisch nichts über die neue Version des kommenden Windows Server bekannt wurde. Am zweiten Tag der Konferenz Build Windows hat Microsoft den Windows Server 8 nun erstmals offiziell vorgestellt. Im Vorfeld der Konferenz haben zahlreiche Entwickler die Software einer kleinen Gruppe von Journalisten im Detail gezeigt. Golem.de war dabei.

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Rund 300 neue Funktionen soll der Windows Server 8 bieten. Microsoft hat dazu seine Art, Software zu entwickeln, umgestellt: Arbeiteten früher Teams an der nächsten Version einer Funktion, wurden für Windows Server 8 auf Basis von Rückmeldungen von Kunden und Partnern konkrete Ziele definiert und ausschließlich auf diese hin entwickelt. So wurden auch tiefgreifende Veränderungen vorgenommen, die Nutzern die Arbeit deutlich erleichtern sollen.

Windows

Windows Server 8 profitiert von Microsofts Erfahrungen als Betreiber von Diensten wie Bing, Hotmail, Azure und Office 365, die allesamt auf Windows Server basieren. Dabei würden Microsoft von den eigenen Teams die Unzulänglichkeiten der eigenen Software schmerzhaft vor Augen geführt, wovon das neue Produkt sehr profitiert habe, sagte Jeffrey Snover, Lead-Architect des Windows Server.

Für die Planung der neuen Version wurde sehr viel mehr Zeit aufgewandt als bei vorherigen Versionen. Statt einzelne Funktionen weiterzuentwickeln, wurden Ende-zu-Ende-Szenarien festgelegt, die mit der neuen Version des Betriebssystems umgesetzt werden sollten. Anschließend wurden die einzelnen Entwicklerteams aufgefordert, ihren Teil zur Umsetzung dieser Szenarien beizutragen.

Was Microsoft im Vorfeld der Build zeigte, beeindruckte die anwesenden Journalisten durchaus. So verabschiedet sich Microsoft vom GUI auf dem Server und setzt stattdessen auf die in Windows Server 8 deutlich erweiterte Powershell, mit der sich Windows komplett per Kommandozeile, über Scripte und auch aus der Ferne steuern lässt. Das ist auch notwendig, denn Windows Server 8 soll die Basis für Cloud-Infrastrukturen darstellen, und die bestehen nicht aus einem Server, sondern aus hunderten von virtuellen Maschinen.

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