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3DS: Nintendo wappnet sich mit 3D-Konsole gegen Smartphone-Konkurrenz

Eine Spielkonsole haben viele Menschen heute immer dabei: Das Smartphone. Das tut angestammten Videospiel-Herstellern wie Nintendo weh. Mit der mobilen Konsole 3DS, die dreidimensionale Bilder ohne Brille liefert, wollen die Japaner den Abwärtstrend stoppen.

von Christof Kerkmann (dpa) 
Nintendo 3DS mit einer 3D-Version von Mario Kart. Mit 3D-Effekt ohne Brille will der japanische Hersteller gegen die Smartphone-Konkurrenz punkten. Quelle: DAPD
Nintendo 3DS mit einer 3D-Version von Mario Kart. Mit 3D-Effekt ohne Brille will der japanische Hersteller gegen die Smartphone-Konkurrenz punkten. Quelle: DAPD

dpa AMSTERDAM. ­Seit dem Gameboy ist der Name Nintendo ein Synonym für die Spielekonsole im Taschenformat, für digitale Unterhaltung im Zug oder auf der Auto-Rückbank. Doch die mobilen Konsolen der Japaner haben allgegenwärtige Konkurrenz bekommen.

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Smartphones geben passable Spielgefährten ab ­ und sind ohnehin immer dabei. Nintendo wehrt sich jetzt, indem es die neue Generation seiner mobilen Konsolen aufrüstet. Die 3DS hat einen 3D-Bildschirm, für den Spieler keine spezielle Brille benötigen.

Nintendo hatte mehrere Jahre lang phänomenalen Erfolg als Spiele- Anbieter für Nicht- oder Wenig-Spieler. Den bewegungsempfindlichen Controller der Wii-Konsole schwingen gerne auch Kinder, Frauen und Senioren ­ Zielgruppen, die viele in der Branche lange vernachlässigten. Die mobile Konsole DS lockt ebenfalls viele Gelegenheitsspieler, sie jagen "Super Mario" im Kart über die Rennstrecke oder versorgen die virtuellen Haustiere "Nintendogs".

Doch diese Strategie hat zwei Schwächen. Zum einen kaufen die Wenig-Spieler auch wenig Software. Zum anderen haben die mittlerweile in die Jahre gekommenen DS-Modelle viel Konkurrenz: Erzrivale Sony hat mit seiner Playstation Portable eine ähnliche Käufergruppe im Blick. Und Smartphones bieten ein Spielerlebnis, das vielen als Häppchen für Zwischendurch ausreicht. Zumal immer mehr Nutzer ein Multimedia-Handy haben und die Spiele günstig oder gar kostenlos sind.

Dieser Trend schlägt auf die Nintendo-Bilanz durch. Im laufenden Geschäftsjahr brach der Umsatz ein, im ersten Halbjahr schrieb das erfolgsverwöhnte Unternehmen gar Verlust. Das hat mit Wechselkurs- Einbußen durch den starken Yen zu tun, zum Teil mit der wachsenden Konkurrenz für die Wii ­ aber eben auch mit dem schleppenden Verkauf der Mobilkonsolen.

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