
BerlinFast anderthalb Jahre ist es her, dass Handelsblatt-Online-Partner Golem.de das Galaxy Tab der ersten Generation getestet hat. Damals gefielen uns die Form des Geräts, die gute Hardware und die Anpassung an Tablet-Bedürfnisse. Jetzt haben wir uns den Nachfolger eines der ersten überzeugenden Android-Tablets, das Galaxy Tab 7.0 Plus N (GT-P6201), in die Redaktion geholt und ausführlich getestet.
Die Hardware des Galaxy Tab ist teils deutlich überarbeitet worden: Der Prozessor hat eine Taktfrequenz von 1,2 GHz statt 1 GHz, wurde also nur geringfügig beschleunigt. Dafür hat das neue Galaxy Tab zwei Rechenkerne. Auch der RAM ist von 512 auf 1.024 MByte vergrößert worden. Android System Info meldet 444 beziehungsweise 775 MByte nutzbaren Speicher.
Gleich geblieben seit dem Vorgänger ist hingegen die Speicherausstattung mit mickrigen 16 GByte. Immerhin wird der Speicher im System als zusammenhängend nutzbar angezeigt. Mit einem Micro-SDHC-Schacht lässt sich weiterer Speicher nutzen, dieser kann allerdings nicht von Anwendungen verwendet werden. Die noch seltenen Micro-SDXC-Karten werden laut Samsung nicht unterstützt. Das Display misst weiterhin 7 Zoll in der Diagonalen mit 1.024 x 600 Pixeln. Es ist durch das PLS-Panel weitgehend blickwinkelstabil und bietet eine gute Farbdarstellung. Ob das Diplay besonders kratzfest ist, verriet Samsung nicht. Im Vergleich zum Vorgänger ist es aber merklich dunkler und bei bestimmten Farben winkelabhängiger. Zudem ist die automatische Helligkeitsregulierung zu dunkel. Wir haben die Helligkeit des Tablets immer manuell eingestellt.
Neue Konstruktion mit leichtgängigen Knöpfen
Die Abmessungen haben sich leicht verändert. Das Galaxy Tab der ersten Generation ist 12 mm dick, das neue nur 10,2 mm. Dafür ist es mit 121,5 mm etwas breiter als der Vorgänger (120 mm). Auch 6 mm höher ist es mit 194 mm. Das Gewicht wurde von 380 auf nun 347 Gramm reduziert. Netzteil und USB-Kabel wiegen 80 Gramm. Damit ist das Kunststoffgehäuse des Plus N nicht mehr so verwindungssteif wie das des Vorgängers. Das Tablet ist trotzdem sehr stabil.
Wenn Sie meinen, ein iPad sehe am Bahnsteig peinlich aus, haben Sie wohl recht - aber vor allem deshalb, weil das Gerät dafür überhaupt nicht gedacht ist. Wenn Sie meinen, mit einem Handy der Konfektionsgröße XXXL rumlaufen zu müssen, bitte. Ein "7-Zöller" ist nichts Halbes und nichts Ganzes: als Mobiltelefon zu groß, als Arbeitsinstrument IM ZUG (!) zu fitzelig.
Der Lästerei über das Tablet am Ohr wird langsam alt. Ich hab das alte Galaxy Tab und per Blue Tooth Headset lässt sich damit wunderbar telefonieren. Wenn ich Ersatz anschaffe, dann muss auch dort die Telefonie-Funktion zwingend vorhanden sein.
Ansonsten gibts im Tab-Bereich nichts Handlicheres als einen 7-Zöller. Ein Ipad ist auf Reisen nicht nur ziemlich unhandlich , z.B. auf dem Bahnsteig, sondern schaut auch peinlich aus. 10 und 11-Zöller entsprechen nicht wirklich den Ansprüchen von Mobilität.
Was in dem Bericht leider keine Erwähnung fand ist, dass alle diese Geräte ebenso wie Smartphones keinen Akku-Wechsel erlauben. Man sollte den Herstellern mal klarmachen, dass das eine Zumutung ist. Ging früher bei Mobiltelefonen doch auch.
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