Mobile Welt

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Handysicherheit: Abzocke per App

In den letzten Jahren ist das Risiko immer mehr gestiegen, sich durch das Herunterladen von Apps Viren auf das Mobilgerät zu holen. In den App-Stores lauern etliche Gefahren für den Konsumenten.

Das Angebot in den App-Stores ist verlockend, doch nicht selten werden User der kleinen digitalen Helfer getäuscht. Quelle: dpa
Das Angebot in den App-Stores ist verlockend, doch nicht selten werden User der kleinen digitalen Helfer getäuscht. Quelle: dpa

DüsseldorfOhne Zweifel: Viele Apps haben den Alltag erleichtert. Ganz gleich ob mit Hilfe einer Wasserwaage, eines Navigationssystem und eines Kilometerzähler für die Joggingrunde. Das Angebot in den App-Stores von von iOS, Android und Windows ist verlockend. Gleichzeitig werden User der kleinen digitalen Helfer nicht selten getäuscht. Kostenfallen, Datenklau und sinnlose Funktionen machen den Usern das Leben schwer.

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Groß ist die Angst der User, sich einen Virus auf dem Endgerät einzufangen. Diese App-Viren werden auch als Malware bezeichnet und verbreiten sich meist über ganz normale App-Stores. Im Mantel seriöser Installer werden Versionen häufig gekaufter Applikationen im Shop platziert. Dabei sehen diese zum Verwechseln echt aus, so dass sie für den Käufer auf den ersten Blick kaum von virenfreien Produkten zu unterscheiden sind.

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Besonders häufig taucht dieses Phänomen im Bereich der Spiele-Apps auf. Um möglichst viele Kunden zu erreichen, werden vor allem beliebte Apps wie „Angry Birds“ ins Visier der Webkriminellen genommen. So war zum Beispiel kurz nach Erscheinen von „Angry Birds Space“ eine App des Spiels mit Malware im Netz unterwegs. Binnen drei Tagen wurde das Spiel 10 Millionen Mal geladen.

Zudem haben sich die Abrechnungsmöglichkeiten bei Premium-SMS als lukratives Geschäft entpuppt. Der Bericht Mobile Sicherheit 2012 - Eine Bestandsaufnahme des Smartphone-Sicherheits-Experten Lookout ergab, dass 78,5 Prozent der Schadsoftware auf diesem Weg angewandt wurde.

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Experten sprechen dabei von Toll Fraud. Diese Malware gibt sich ebenfalls meist als ein Installationsprogramm für seriöse und beliebte Apps wie Opera oder Whats App aus und ist entsprechend weit verbreitet. Laut Lookout-Studie gehören 78,5 Prozent der Gattung Toll Fraud an. Von einer Gruppierung ist bekannt, dass sie alleine auf diesem Weg rund zehn Millionen Dollar in Russland, Osteuropa und dem Nahen Osten erbeutet haben.

Die schädliche Software wird meist via Drittanbieter, In-App-Werbung und webbasierten Pop-ups an den Kunden gebracht. Branchenkenner fordern Verbraucher schon lange auf, beim Kauf von Applikationen misstrauischer zu sein. Häufig lohnt sich schon ein genauer Blick auf den Entwicklernamen oder die Bewertung der Apps auf Fach-Portalen.

Apps

Auch die Zugriffsberechtigungen sollten genau geprüft werden. Will zum Beispiel eine Taschenrechner-App oder die Wasserwaage auf das Telefonbuch zugreifen, sollten Alarmglocken angehen. Zudem werden Nutzer immer wieder von Sicherheits-Experten aufgefordert, sich Gedanken über eine Sicherheitssoftware für ihr Endgerät zu machen. Lediglich 20 Prozent haben laut Studie eine Sicherheitssoftware auf ihrem Android-Gerät installiert.

  • 16.10.2012, 15:58 UhrLerchenzunge

    Und was hat Apple mit diesem Problem zu tun? Das betrifft nahezu nur (!) Android. Gell! Wieder mal Hits produzieren, indem man den Namen 'Apple' fallen lässt? ;-)

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