Das Geschäft mit der Angst

« 2 / 2

Auch deutsche Nutzer können sich dank iPhone ein bisschen sicherer fühlen. Mit der App Anti Terror soll der Anwender sich davor schützen, ungewollt den Terrorismus zu unterstützen. "Prüfen sie Ihre Kontakte, bevor Sie Geschäftsbeziehungen eingehen bzw. fortführen", empfiehlt der Anbieter Spectro Software. Das Programm gleicht auf Wunsch gleich die gesamte Adressliste des iPhones mit einer Datenbank der EU-Kommission ab. Findet sich darunter ein Mitglied einer mutmaßlichen Terrororganisation, schlägt es Alarm. Denn mit ihnen dürfen laut EU-Richtlinie keine Geschäfte mehr getätigt werden. Die Sicherheit, mit den Aufträgen der eigenen Firma nicht den internationalen Terrorismus zu unterstützen, gibt es auch hier nicht umsonst: Die Professional-Version von Anti Terror kostet knapp zehn Euro.

Der Schutz vor Straftätern ist aber nur eines der Bedürfnisse, die die vielen Sicherheits-Apps bedienen sollen. Das beweisen diverse Programme zur Schweinegrippe. Die Influenza Swine Flu Info hält den Nutzer für 79 Cent mit Nachrichten über die Grippe-Verbreitung auf Deutsch auf dem Laufenden. Kostenlos ist hingegen der Swine Flu Tracker. Er zeigt, ähnlich wie die Verbrecher-Karten, die Grippefälle auf einer Weltkarte an. Die Daten für seinen Dienst bezieht der Tracker von der Seite healthmap.org, die auch Informationen zur Verbreitung anderer Krankheiten wie HIV oder Dengue-Fieber sammelt, basierend unter anderem auf Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Die Sicherheit, die solche Apps tatsächlich bieten, ist zwar zweifelhaft, gefragt sind sie trotzdem: Im Bereich Medizin ist der Swine Flu Tracker auf Platz vier der beliebtesten Downloads.

Quelle: Zeit Online

Quelle: Zeit Online
  • Die aktuellen Top-Themen
Ethik-Diskussion: Wann ist ein Hacker ein guter Hacker?

Wann ist ein Hacker ein guter Hacker?

Bei einer Tagung des Chaos Computer Club haben Hacker versucht, für sich eine neue Ethik zu formulieren. Doch die Szene streitet, was Hacker dürfen sollen.

Expo 2012: Viel High Tech, wenig Gäste

Viel High Tech, wenig Gäste

Mit einer Expo zur nachhaltigen Nutzung der Meere will Südkorea Gäste aus aller Welt ins Land locken. Allein im deutschen Pavillon stecken 15 Millionen Euro. Doch die ersten Besucherzahlen waren enttäuschend.

Dragon besucht ISS: Das Andock-Manöver in Bildern

Das Andock-Manöver in Bildern

Erstmals dockt an der Raumstation ISS etwa 350 Kilometer über der Erdoberfläche ein privat finanzierter Raumtransporter an. Die beeindruckenden Bilder zu einem Meilenstein der Raumfahrtgeschichte.

  • Video

Projekt Zukunft Wie die Dinosaurier-Forschung hilft, heutige Probleme zu lösen - ein Gespräch mit Oliver Wings

Ein Gespräch mit Dr. Oliver Wings, Dinosaurier-Forscher, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, über den Nutzen der Dino-Forschung für die moderne Wissenschaft