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iPhone-Applikation: Das Geschäft mit der Angst

Der "Offender Locator" zeigt iPhone-Nutzern in den USA, ob in ihrer Nähe Sexualstraftäter wohnen. Das bringt eine Menge Geld, die Rechtslage ist aber unklar.

Mit der richtigen App hat der iPhone-Nutzer die meistgesuchten Verbrecher und Terroristen immer mit dabei. Man weiß ja nie. Quelle: Reuters
Mit der richtigen App hat der iPhone-Nutzer die meistgesuchten Verbrecher und Terroristen immer mit dabei. Man weiß ja nie. Quelle: Reuters

Mit einem Blick aufs iPhone können besorgte Eltern in den USA jetzt ihre Nachbarschaft nach Sexualstraftätern scannen. Die Anwendung Offender Locator ist für 99 US-Cent im App Store zu haben. Sie ermittelt mithilfe der GPS-Funktion im neuen iPhone den eigenen Standort und zeigt anschließend, wo verurteilte Sexualstraftäter im Umfeld wohnen, komplett mit ihrer Adresse und genauen Angaben zu Größe, Alter, Gewicht und Einzelheiten ihrer Tat. Dazu gibt es auch ein Foto.

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Das Programm des Anbieters ThinAir Wireless war am Wochenende unter den zehn meistgekauften Apps, wie das Blog TechCrunch berichtet. Damit ist es eines der erfolgreicheren, aber lange nicht das einzige Programm fürs iPhone, das das Sicherheitsbedürfnis der Nutzer bedient.

Diese Informationen waren allerdings schon vorher für jedermann im Internet zugänglich, denn in den USA müssen sich Sexualstraftäter registrieren lassen, ihre Daten werden dann auf einer Seite des US-Justitzministeriums veröffentlicht. Dass mit diesen Daten jetzt Geld verdient wird, könnte rechtlich problematisch sein. Laut Techcrunch ist es zumindest in einigen US-Bundesstaaten verboten, persönliche Daten zu verkaufen, egal ob von Straftätern oder nicht.

Doch das Geschäft mit der Angst läuft gut, Techcrunch schätzt, dass Offender Locator mehrere Tausend Dollar am Tag einbringt. Auf dieselbe Schiene setzen auch Apps wie die Newsreader von Homeland Security, CIA und FBI. Mit der App FBI most wanted hat der geneigte Nutzer auch gleich die meistgesuchten Verbrecher und Terroristen überall dabei. Man weiß ja nie.

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