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IT-Sicherheit: Kriminelle nehmen Smartphones ins Visier

Auf dem Personal Computer verbarrikadieren wir uns vor Online- Kriminellen mit Firewalls und Antiviren-Software. Aber auf den Smartphones sind die Nutzer auch verwundbar.

Bislang wenig beachtet: Das Smartphone als Sicherheitsrisiko. Quelle: Reuters
Bislang wenig beachtet: Das Smartphone als Sicherheitsrisiko. Quelle: Reuters

Berlin/BarcelonaSeit es Smartphones gibt, wird vor Viren und Angriffen Online-Krimineller gewarnt. Bisher passierte nicht viel. Dabei werde es aber nicht bleiben, mahnen Sicherheitsexperten.

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Die schnelle Ausbreitung der Computertelefone werde unweigerlich auch mehr Kriminelle anziehen.„Wo mehr Nutzer sind, ist auch mehr Gefahr“, bringt es Jan Volzke vom Sicherheitssoftware-Spezialisten McAfee auf eine einfache Formel. „Da braut sich was zusammen.“

Bisher seien die Smartphone-Nutzer erfolgreich durch gemeinsame Anstrengungen der Sicherheitsexperten, Handy-Hersteller und Netzbetreiber geschützt worden, sagt auch Mikko Hyppönnen vom McAfee- Konkurrenten F-Secure. Zur „gefühlten Sicherheit“ der Smartphone- Anwender trug aber auch die einfache Tatsache bei, dass die Online- Kriminellen schlicht lieber woanders fischen - in der Welt der Personal Computer.

Ob Viren, Phishing oder Trojaner: Die Werkzeuge der Angreifer seien gut eingespielt, der Aufwand klein, der Ertrag ausreichend.

„Hunderte Millionen schlecht geschützter Computer sind wie eine tief hängende saftige Frucht. Wieso sollte man auf einen Baum steigen, wenn man sie einfach am Boden pflücken kann?“, meint der finnische Experte. 55 Prozent der Computer laufen mit dem elf Jahre alten Betriebssystem Windows XP - „die Kriminellen wären schön blöd, wenn sie sich jetzt besonders anstrengen würden, um woanders zuzuschlagen.“

Doch inzwischen werden mehr Smartphones als Computer verkauft, auch die Geldströme wandern in den mobilen Bereich. Die Kriminellen würden zwar einige Zeit brauchen, um sich umzuorientieren, doch sie werden verstärkt die Mobiltelefone ins Visier nehmen, ist Hyppönnen überzeugt.

Erste Alarmsignale gebe es schon. Unter anderem experimentierten die Angreifer mit bösartigen Apps. Beispiel „Tap Snake“: Auf den ersten Blick war das Programm für das Google-Betriebssystem Android nur ein harmloses Spiel, in dem man eine Schlange auf dem Bildschirm lenkt. „Wir fragten uns dann aber: Wieso muss es eigentlich auf den Aufenthaltsort des Nutzers zugreifen, und zwar immer?“, erzählt Hyppönnen.

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