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Lumia-800-Test: Was Nokias Windows-Phone zu bieten hat

Nokia hat sein erstes Smartphone mit Windows Phone 7.5 vorgestellt. Mit dem Lumia 800 will der Konzern wieder konkurrenzfähig werden. Schick ist das Smartphone allemal, es hat jedoch einen Schönheitsfehler.

Nokia Lumia 800. Die Windows-Phone-7-Smartphones gibt es in verschiedenen Farben. Quelle: Reuters
Nokia Lumia 800. Die Windows-Phone-7-Smartphones gibt es in verschiedenen Farben. Quelle: Reuters

BerlinDas Lumia 800 soll die Smartphonesparte von Nokia wiederbeleben. Es ist Nokias erstes Smartphone mit Microsofts mobilem Betriebssystem Windows Phone 7. Nokia hat vor etwa einem halben Jahr ein aufsehenerregendes Abkommen mit Microsoft unterschrieben. Darin verpflichtete sich das selbst kriselnde Unternehmen Nokia, das wenig verbreitete Windows Phone 7 künftig auf seinen Smartphones anzubieten. Das Lumia 800 erscheint daher mit der aktuellen Version Windows Phone 7.5 alias Mango.

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Auf den ersten Blick ist das schlichte Design des Geräts beeindruckend: Das Gehäuse aus einem einzigen stabilen Kunststoffblock liegt mit seiner matten Oberfläche gefällig in der Hand. Das Gewicht von 143 Gramm entspricht den Smartphones seiner Größenklasse. Die Abmessungen betragen 116 x 61 x 12 Millimeter. Außer in Schwarz wird das Smartphone auch in den Farben Cyan und Magenta angeboten. Das Unibody-Gehäuse hat aber einen entscheidenden Nachteil: Der Akku lässt sich vom Anwender nicht auswechseln. Ein Kompromiss, den auch andere Smartphonehersteller eingehen. 

Mobile Betriebssysteme Smartphone-Plattformen im Vergleich

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Hinten befindet sich eine ovale Einsparung, in der die Kameralinse und die doppelte LED-Leuchte untergebracht sind. Sie ist mit einer metallischen Abdeckung verziert. Sämtliche Knöpfe sind auf einer der Längsseiten untergebracht, darunter der Wippschalter für die Lautstärkeregelung, der Ein- und Ausschalter sowie ein Auslöser für die Kamera. Über diesen lässt sich das Smartphone ebenfalls aus dem Ruhezustand erwecken und startet sofort die Kameraapplikation. Dazu muss die Taste etwas länger gedrückt gehalten werden. 

Datentausch mit Zune 

An der oberen Querseite ist der Micro-USB-Stecker durch eine Klappe verdeckt. Darüber lässt sich das Gerät aufladen oder mit einem Windows-Rechner verbinden. Für das Übertragen von Inhalten zwischen Smartphone und Rechner wird Microsofts Anwendung Zune benötigt, die es kostenlos gibt. Darüber kann beispielsweise Musik aus iTunes exportiert und auf das Lumia 800 übertragen werden. Zu den unterstützen Musikformaten gehören neben MP3 auch AAC sowie AAC+, WMA oder MP42. Daten lassen sich auch über Active Sync synchronisieren. 

Erst nachdem die Klappe für den Micro-USB-Stecker geöffnet wurde, kann der Einschub für die Micro-SIM-Karte herausgenommen werden. Micro-SIM-Karten kommen bislang nur in iPhones und iPads zum Einsatz. Um sie einzulegen, muss die Abdeckung mit dem Fingernagel nach innen gezogen werden. Dabei wird die Arretierung des Einschubs gelöst und sie lässt sich mühelos entnehmen und mit der Micro-SIM-Karte bestücken. Auf neuen Geräten sind dazu Hinweise auf Plastikfolien angebracht. Ohne die Hinweise ist der Mechanismus aber nicht eindeutig erkennbar. Die Displayabdeckung aus Glas ist leicht gewölbt. Damit wirkt das Lumia 800 in Kombination mit dem Gehäuse wie aus einem Guss. Weil das N9 mit Meego im gleichen Gehäuse steckt wie das Lumia 800, fürchtet Nokia, dass die Kunden verwirrt werden könnten. Das Unternehmen hat sich daher entschieden, in den meisten Ländern nur eines der beiden Smartphones anzubieten. Zwar ist das N9 unter anderem in Deutschland zu bekommen, wird aber von Nokia Deutschland nicht offiziell vermarktet, weil Nokia hierzulande voll auf das Lumia 800 auf Basis von Microsofts Windows Phone 7.5 setzt. 

  • 10.11.2011, 13:20 UhrAnonymer Benutzer: nike

    Während der iranische Revolution hat Nokia fleißig mitgeholfen, Menschen hinter Gitter zu bringen und ihr Leben zu gefährden. Nokia ist für Überwachungstechniken in vielen Ländern zuständig. Ich habe damals bei Nokia angefragt, ob sie denn auch mich und mein Leben verkaufen würden, wenn die Regierung es erlaubt, bzw. ob sich Nokia an seine eigene Unternehmensphilosophie bzw. Werbung hält.


    Die Antwort:
    "...Aufgrund zwingender gesetzlicher Vorgaben sind in nahezu allen Ländern der Welt die Netzwerke so zu errichten, dass Inlandstelefonate nachverfolgt werden können. Dennoch wird die Überwachung von Telefonaten nur in Ausnahmefällen genutzt, beispielsweise in Kriegssituationen. Dies muss zudem immer von den entsprechenden Landesbehörden genehmigt werden.
    Der Stellenwert der Kommunikation ist für die Menschen im Iran – in einem Land in dem bereits mehr als zwei Drittel der Bevölkerung Mobiltelefone besitzen – gar nicht hoch genug einzuschätzen. Dank des Internets und der Mobilfunktechnologie kann die Außenwelt live beobachten, was im Iran passiert. Unabhängig von ihrer politischen Gesinnung, können Iraner auch so mit Freunden und Familienmitgliedern außerhalb ihres Landes in Kontakt bleiben.
    Darüber hinaus gibt es zahlreiche Belege, dass der Mobilfunk einen entscheidenden Einfluss auf die ökonomische Entwicklung, der Steigerung des Wohlstands und die Demokratisierung hat. Menschen die Möglichkeit zur Kommunikation zu geben, hat große Vorteile - sowohl für eine nachhaltige Volkswirtschaft - als auch für Entwicklungsgebiete. In Bezug auf die Länder in denen wir Geschäfte führen, halten wir uns strikt an die Richtlinien der Vereinten Nationen und an die internationalen Gesetze zu Handelsbeschränkungen."

    Nokia GmbH
    Geschäftsleitung
    ContactCentre.Europe@nokia.com
    22 Jul 2009 14:10:18 +0300

    Die Antwort kann ja jeder selber interpretieren...
    Ich lese hier leider ein deutliches Ja, wenn sie dürfen, heraus.

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