
DÜSSELDORF. Zum x-ten Mal versucht Bernd Theiss an diesem Nachmittag, mit dem Handy seine Redaktion zu erreichen – ohne Erfolg. Immer wieder bricht die Verbindung ab. An belebten Plätzen in Innenstädten sei es zur Rush-Hour schwieriger geworden, eine Verbindung aufzubauen, sagt der Redakteur des Magazins Connect. Er betreut den Netztest, bei dem die Redaktion jedes Jahr auf Fahrten durch die Republik ermittelt, wie gut man in Deutschland per Handy telefonieren und im Internet surfen kann.
Sein Fazit: Es wird eng in deutschen Mobilfunknetzen. Selbst gut ausgebaute Netze erreichen zeitweise ihre Kapazitätsgrenze. „Wir stecken mitten in einer Übergangsphase – auf dem Sprung in die mobile Datenära“, sagt Peter Weichsel, Telekommunikationsexperte bei Booz & Company. Obwohl die Mobilfunker ihre Netze massiv ausbauen wollen, ist ein schnelles Ende der Probleme nicht in Sicht. In den nächsten zwei Jahren wird es immer wieder zu Engpässen kommen. Erst langfristig werden die Kapazitäten wieder den Bedarf decken können.
Die zunehmende Dauernutzung von Internet-Diensten wie Push-E-Mail oder Instant Messaging, bei denen ständig Daten zwischen Funkmasten und Smartphone übertragen werden, belastet die Netze enorm. „Sie erzeugen eine kontinuierliche Signalisierungslast in den Funknetzen“, sagt Arne Schälicke vom Netzausrüster Nokia Siemens Networks. Weiterer unangenehmer Nebeneffekt für die Nutzer: Der ständige Datenstrom frisst jede Menge Strom und reduziert die Akkulaufzeit der Mobiltelefone drastisch.
Die Mobilfunkbetreiber haben jahrelang ohne großen Erfolg versucht, die mobile Datenübertragung mit Hilfe von Flatrates voranzutreiben. Jetzt werden sie von der hohen Netzauslastung überrascht. Das iPhone von Apple und die Smartphones der Konkurrenz haben den Zugang zum mobilen Internet so vereinfacht, dass das Surfen unterwegs Spaß macht. „iPhone-Nutzer übertragen heute 80-mal mehr Daten als andere Kunden“, sagt Booz-Berater Weichsel. Kein Wunder, dass der Datentransfer in den vergangenen zwei Jahren rapide gestiegen ist. Allein in Deutschland wurden 2009 rund zehnmal so viele Daten mobil übertragen wie 2007. Die Datenmenge stieg in dieser Zeit von 3,5 Millionen auf rund 34 Millionen Gigabyte.
Dadurch wird das mobile Surfen im Internet zur Geduldsprobe, sobald der Surfer unterwegs von einem Netzabschnitt mit hohen Übertragungsraten in eine Nachbarwabe mit geringerem Datentransfer gebucht wird oder die Auslastung hoch ist. Anwendungen wie Videostreaming treiben die Übertragungsvolumen künftig noch weiter in die Höhe. „Prognosen gehen davon aus, dass sich das Datenvolumen in den nächsten zehn Jahren noch einmal verzwanzigfachen wird“, so Weichsel.
Der Mensch muss nicht sich im Netz mobil so vielfältig bewegen.
Man sollte sich besinnen, die Technik ist nicht unendlich auf die Masse der Verwender gerüstet - geschweige die Gesundheitlichen Folgen die uns noch einholt mit der bestrahlung.
Es kann mir keiner erzählen oder weis machen dass wir der bestrahlungen durch Funknetze nicht ungeschoren davonkommen. Alles zu seiner Zeit werden WiR es zu Leibe spüren.
Mit Gewissheit.
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