
BerlinNach der ersten Auswertung, die auf den Daten von über 700 Nutzern basierte, hat die Zahl der Teilnehmer bei Wir sind Einzelfall sprunghaft zugenommen. Inzwischen haben über 8.000 Kunden von O2 ihre Probleme in ein Formular eingetragen. Mit dem Namen seiner Webseite, "Wir sind Einzelfall", spielt der Berliner IT-Experte Matthias Bauer auf eine Standardantwort von Hotlines an: Allzu oft werden die Probleme eines Kunden dort als Einzelfall abgetan, der natürlich nicht die generelle Leistung des Unternehmens abbilde.
Die Art der Probleme hat sich in der Tendenz nicht geändert. Vor allem über sehr langsame Datenverbindungen klagen die Nutzer. Das betrifft, "keine Daten" oder "sehr langsame Übertragung" zusammengerechnet, alle Teilnehmer an der Befragung. Mehrfachnennungen sind dabei möglich.

Die meisten Meldungen erreichten das Projekt weiterhin aus Berlin und Hamburg, an dritter und vierter Stelle stehen nun aber München und Frankfurt. Die bayerische Hauptstadt liegt nun aber schon auf Platz zwei bei der Anzahl der Einträge gerechnet auf die Fläche der Stadt. Angeführt wird diese Liste von Mannheim, was auch darauf hindeutet, dass es dort besonders viele Probleme mit dem O2-Netz gibt.
Matthias Bauer weist darauf hin, dass es keine öffentlichen Daten zu der Zahl der Kunden von O2 in der jeweiligen Stadt gibt. Das würde einen zuverlässigeren Rückschluss auf die Qualität des Netzes erlauben. Der Initiator des Projekts befindet sich im Dialog mit O2, das seinen Angaben nach den Netzausbau in Mannheim und Osnabrück bereits entsprechend forciert hat. Eine Abhilfe für die schlimmsten Bereiche hatte O2 bereits für Dezember 2011 in Aussicht gestellt.
Um das Unternehmen bei der Lösung der Probleme zu unterstützen, hat Bauer vor einer Woche die anonymisierten Daten von 6.400 Teilnehmern an O2 übermittelt.
Der Artikel erschien zuerst auf Golem.de.