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Test: Nokias N9 zeigt Meegos Potenzial

Das N9 mit Linux-basiertem Betriebssystem Meego wird wohl das einziger seiner Art bleiben. Meego hat einige Macken, hinterlässt aber einen überraschend guten Eindruck.

Nokias N9 mit Meego-Betriebssystem zeigt, welches Potential das Linux-basierte OS besitzt. Quelle: Reuters
Nokias N9 mit Meego-Betriebssystem zeigt, welches Potential das Linux-basierte OS besitzt. Quelle: Reuters

BerlinMit dem N9 hat Nokia ein erstes offizielles Smartphone mit der Linux-basierten Benutzeroberfläche Meego veröffentlicht. Nokia hat fast zeitgleich das Lumia 800 als erstes Smartphone mit Windows-Phone-7 auf den Markt gebracht. Wir wollten wissen, was das Linux-Gerät vom Windows-Phone-7.5-Smartphone unterscheidet.

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Das N9 wird mit Meego 1.2 alias Harmattan ausgeliefert. Das Linux-Betriebssystem ist zu den APIs 1.2 von Meego kompatibel. Als Basis für die Benutzeroberfläche dient das Qt-Framework 4.7, das auch für die Entwicklung von Anwendungen für das N9 benötigt wird.

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Die Entwicklung von Meego, dem Linux für mobile Geräte, hat einen langen Weg hinter sich. Es erschien in verschiedenen Varianten zunächst auf einigen Testgeräten, etwa dem N900 als Maemo. Danach fusionierten Nokia und Intel ihre Linux-Systeme Maemo und Moblin zu Meego. Maemo und Meego galten lange Zeit als ein Nischenprojekt bei Nokia. Es war auch unklar, ob der finnische Konzern jemals ein Smartphone mit Meego herausbringen würde, vor allem, nachdem Nokia einen Exklusivvertrag mit Microsoft abgeschlossen hatte, demnach Nokia künftig sein Symbian-Betriebssystem zu Gunsten von Windows Phone 7.5 aufgeben wollte.

Vom äußeren Eindruck ist es mit dem Lumia 800 bis auf wenige Details fast identisch. Beide haben ein robustes Kunststoffgehäuse, das mit seiner rauen Oberfläche gut in der Hand liegt. Das N9 ist mit 135 Gramm etwas leichter. Die Abmessungen hingegen sind mit 116 x 61 x 12 Millimeter wieder identisch. Und bei beiden Geräten lässt sich der Akku nicht vom Anwender auswechseln. Bei normaler Nutzung muss das N9 wie die meisten Smartphones mit vergleichbarem Akku jeden Tag mit dem Ladegerät verbunden werden.

  • 01.12.2011, 10:02 UhrAnonymer Benutzer: oweh

    Ich selbst habe das Gerät quasi vom ersten Tag der Erscheinung in Österreich an und habe es importiert. Was ich etwas kritisieren möchte: Der Artikel bezieht sich leider auf den Software-Stand von vor einem Monat. Inzwischen sind per Update einige der ohnehin nur kleineren Kritikpunkte ausgemerzt worden. U.a. kann nun jede Musikdatei als Klingelton eingesetzt werden. Zudem ist eine SWYPE-Tastatur dazugekommen (gewöhnungsbedürftig, dann aber klasse). Per App kann zudem die Schnellstartleiste angepasst werden.
    Meines Wissens nach wird an einem großen Update gearbeitet, so dass die Fähigkeiten weiter anwachsen. Einer der Hauptvorteile des Gerätes ist, dass man auch Anwendungen aus anderen Quellen installieren kann. Neben dem Ovi-Store, der durchaus sehr brauchbare Anwendungen enthält, gibt es inzwischen weitere Quellen für Software. Was auch fehlt ist ein Hinweis auf die phantastischen Navigationsfähigkeiten des Geräts. Der eigene Standpunkt wird extrem schnell gefunden und die Navigation ist ein Genuß. Ein Kritikpunkt allerdings sollte erwähnt werden: Die Software Nokia Link ist nur für Windows 7 erhältlich. Gebraucht habe ich sie aber bisher nicht.

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