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Universelles Ladegerät: Apple verweigert sich dem Standard

Apple will den einheitlichen EU-Standard für ein Universal-Ladegerät für alle Smartphones zwar unterstützen - aber nur über einen Umweg. iPhone-Besitzer brauchen einen Adapter von Apple-Dock-Connector auf Micro-USB. Das soll auch so bleiben, erklärte Apple.

von Nico Ernst und Achim Sawall Quelle: Golem.de
Ein Micro-USB-Ladekabel. Apple will den EU-weiten Standard nur über einen Umweg unterstützen. Quelle: dpa
Ein Micro-USB-Ladekabel. Apple will den EU-weiten Standard nur über einen Umweg unterstützen. Quelle: dpa

BERLIN. Apple-Deutschland-Sprecher Georg Albrecht sagte dem Handelsblatt-Online-Partner Golem.de, dass die Aussage von Apple aus dem Jahr 2009 weiterhin gilt. Damals hatte der US-Konzern festgestellt: "Wie wir bereits in der Vergangenheit erklärt haben, bleiben wir dem Apple-Dock-Connector verpflichtet und diese Initiative wird es nicht erfordern, das zu verändern. Das Memorandum gibt Herstellern die Möglichkeit, einen Adapter zur Verbindung mit dem Universalladegerät anzubieten." Demnach wird es in künftigen iPhones kein Micro-USB geben.

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Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Antonio Tajani, hatte am Dienstag von Bridget Cosgrave, der Chefin des europäischen Digitaltechnikindustrie-Verbands Digitaleurope, ein kompatibles Ladegerät überreicht bekommen. Das universelle Micro-USB-Ladegerät für Mobiltelefone, die am Computer angeschlossen werden können, war zuvor vom deutschen IT-Branchenverband Bitkom ankündigt worden. Die Geräte sollen in diesem Jahr in den Handel kommen. Im Sommer 2009 hatte der Bitkom erklärt, die neuen Ladegeräte würden 2010 auf dem Markt verfügbar sein. Die Hersteller Apple, LG, Motorola, NEC, Nokia, Qualcomm, Research in Motion (RIM), Samsung, Sony Ericsson und Texas Instruments hatten sich darauf geeinigt.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hatte das EU-einheitliche Handyladegerät begrüßt. "Das Wirrwarr aus Ladekabeln und-geräten gehört nun hoffentlich bald der Vergangenheit an. Weniger Ladegeräte bedeuten zugleich weniger Elektroschrott und damit weniger Belastung für die Umwelt. Der nun zum Standard erhobene Micro-USB-Anschluss ermöglicht zudem ein schnelleres und energieeffizienteres Laden."

Die von der EU zertifizierten EU-Ladegeräte - denen auch eine umfangreiche elektrische Spezifikation zugrunde liegt - besitzen nur einen Micro-USB-Stecker als Anschluss für das Handy. Selbst wenn Apple an seinen Geräten keine Buchse für Micro-USB anbringt, kann das Unternehmen die Vorgaben der EU dennoch erfüllen. Diese erlauben unter anderem Adapter sowie auch Ladegeräte ohne Micro-USB-Stecker.

Dann muss aber am Netzteil selbst eine USB-A-Buchse- wie sie an PCs am häufigsten ist - vorhanden sein, so dass sich weit verbreitete Adapterkabel verwenden lassen. Oft auch als "Datenkabel" Handys beigelegte Verbindungen zwischen USB-A und Micro-USB eignen sich zum Einsatz mit jenen Universalnetzteilen, die kein fest angeschlossenes Kabel besitzen.

Zu Fragen rund um das Universalladegerät hat die EU auch die Seite onechargerforall.eu eingerichtet.

Quelle: Golem.de
  • 11.02.2011, 11:00 UhrAnonymer Benutzer: Warum kauft Ihr den teuren Apple Schrott?

    1. Apple verweigert Standards aller Art.
    2. Akku kann man nicht wecheln und muß das iphone ein-
    senden
    3. SD Card kann man nicht wecheln.
    Warum kaufen wir denn diesen teuren Schrott?
    Es gibt inzwischen ene Menge Alternativen

  • 10.02.2011, 21:32 UhrAnonymer Benutzer: Das Ladegerät rettet die Welt und Merkel fliegt von einer Klimakonferenz zur nächsten. Hahaha!!!

    So jetzt mal alle das Gehirn wieder einschalten. Super idee mit der Vorschrift zum einheitlichen Ladegerät. Nur leider nicht zu Ende gedacht. Politiker haben es mit dem Denken auch nicht so besonders. Wie man ja schon bei der umweltvergiftenden Energiesparlampe sieht. Wenn ein einheitliches Ladegerät vorgeschrieben wird, dann hätte man auch vorschreiben müssen, dass ich das Ladegerät beim Smartphonekauf nicht mitkaufen muss. Denn ich habe ja vielleicht schon eins davon zuhause. Solange die Smartphonefirma beim Kauf aber nicht die Option "mit Ladegerät" oder "ohne Ladegerät" anbietet, nützt das garnichts. So habe ich den gleichen Ladegerät-Müll zuhause, wie vorher auch. Sind halt nicht 5 verschiedene sondern 5 einheitliche Ladegeräte, die in der Schublade verstauben. Denn der Verkauf ohne Ladegerät bedeutet weniger Umsatz. Auch am Ladegerät lässt sich verdienen. Welcher Smartphoneanbieter würde das Telefon günstiger verkaufen, nur weil der Kunde das Ladegerät nicht will? Es wird so laufen, dass der Kunde das Ladegerät abwählen kann, aber der Preis der Gleiche bleibt. bedeutet Gewinnmaximierung für Smartphonehersteller. Oder aber der Kunde schenkt den Herstellern nichts und nimmt dann lieber doch das Ladegerät und schmeißt es in die Schublade. Wie so oft: Effekt verpufft. Völlig egal, ob Apple ein Zusatzadapter verkaufen will oder die Hersteller sofort das Ladegerät ungefragt mit in die Packung legen. Niemand rettet durch solche Schwachsinnsideen die Welt. Aber lustig mit anzusehen, wie sich manche hinters Licht führen lassen. "boykott, boykott...!" Wenn mal ein paar von diesen dummen Politikern ein Szenario durchspielen würden, dann könnten sie die Schwachstellen solcher ideen sofort erkennen. Aber dazu sind die Typen viel zu weltfremd.
    Zeigt aber, dass diese korrupte bande es sowieso nicht ernst meint. Aber ein paar Naive springen sofort darauf an.

  • 10.02.2011, 14:24 UhrAnonymer Benutzer: Mariana mayer

    Proprietäre Entwicklungen sind eine baustelle die gleichfalls unabhängig von Apple oder anderen Unternehmen, ein Thema welches nicht diskutiert sondern über die Köpfe hinweg entschieden wird.

    Die Gleichmacherei der Politik zeugt davon, wie dies im realen Leben wirkt. Alles wird über einen Kamm geschoren.

    Das dioxin und gentechnisch gefütterte Mastschwein ist das Ergebnis.

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