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Zite-App im Test: iPad-Magazin mit der persönlichen Note

Die iPad-App Zite will Ordnung in den Dschungel von Nachrichtenquellen im Internet bringen - und sich dabei ganz an den Interessen des Nutzers orientieren. Dabei lernt die App die Vorlieben des Nutzers immer besser kennen.

Das iPad als Magazin-Ersatz: Zite lernt die Interessen des Nutzers kennen. Quelle: dpa
Das iPad als Magazin-Ersatz: Zite lernt die Interessen des Nutzers kennen. Quelle: dpa

DüsseldorfDie Fülle an Informationen, die durch das Internet jederzeit zur Verfügung stehen, schafft den Bedarf für Filter, die den Dschungel aus Blogs und Nachrichtenportalen lichten. Schon die populäre App Flipboard generiert aus den Empfehlungen der Freunde bei Facebook, dem persönlichen Netzwerk bei Twitter oder manuell angegebenen Nachrichtenfeeds ein Magazin für das iPad.

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Die App Zite geht noch einen Schritt weiter: Sie lernt, welche Artikel den Nutzer interessieren und schlägt so auch immer wieder neue Quellen vor. Wahlweise kann der Nutzer Themen auswählen, die ihn interessieren, oder Zite die Auswahl mit Hilfe des eigenen Profils bei Twitter oder im Google Reader bestimmen lassen. Insbesondere, wenn viele RSS-Feeds abonniert wurden, funktioniert die Vorauswahl sehr gut. In unserem Test bemerkte Zite, dass sich der Autor für Gadgets, Macintosh-Themen, Politik, Technologie, Nachrichten allgemein, Google und Wikileaks interessiert.

Sind die Interessen des Lesers erkannt, wird der Inhalt optisch ansprechend wie in einem Magazin aufbereitet. In der Vorschau sieht der Leser Fotos und einen kurzen Anreißer des Textes. Ein Klick öffnet den Inhalt in einem eigenen Fenster. Mit einem Klick auf die Leiste rechts vom Text kann der Artikel dann positiv und negativ bewertet werden. Dort steht es dem Nutzer frei, mehr Artikel entweder aus derselben Quelle oder zu den Themen des Artikels zu abonnieren. Per E-Mail oder sozialem Netzwerk kann der Text direkt aus der App heraus mit anderen geteilt werden.

Zite merkt sich, welche Artikel das Interesse des Lesers geweckt haben und welche nicht. Außerdem werden die Informationen mit einbezogen, die der Nutzer der App manuell gibt. Dadurch soll das Programm im Laufe der Zeit die Vorlieben und Interessen des Lesers immer besser kennenlernen. Im Test funktionierte das gut. Die neuen Quellen, die Zite auf Grundlage der bereits angegebenen Newsfeeds und Bewertungen vorschlug, passten thematisch zu den bereits gelesenen Blogs und Portalen. Gegenüber Flipboard besitzt die App damit tatsächlich einen entscheidenden Vorteil.

Die Nase vorn hat Flipbaord allerdings noch bei der optischen Aufbereitung der Inhalte. Ein echtes „Magazin-Feeling“ wie bei der Konkurrenz will sich bei Zite noch nicht einstellen. Auch bei der Geschwindigkeit macht Flipboard den besseren Eindruck – bei Zite wird der Lesefluss immer wieder durch den Ladevorgang unterbrochen, wenn der Leser die Startseite aktualisiert. Dennoch: Die Fähigkeit, Artikel aus neuen Quellen vorzuschlagen, überwiegt gegenüber diesen Nachteilen. Da beide Apps kostenlos sind, sollten iPad-Nutzer ohnehin beide ausprobieren.

 

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